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Variierende Klangfarben erfüllen Evangelische Kirche

Wellesweiler. jpm

Guiseppe Verdi, Giacomo Puccini , Georg-Friedrich Händel - die Liste der Komponisten, deren Meisterwerke Dilian Kushev und sein Ensemble Sacralissimo im Repertoire haben, könnte man ausgiebig fortführen. Dabei stellen Opern-Arien nur einen Teil des Programms der bulgarischen Künstler dar. Darüber hinaus befassen sie sich auch mit russischen Romanzen, internationaler Folklore, eigenen Kompositionen im Bereich Pop und Soul und sakralen Gesängen, mit Stücken, "welche für uns die schönsten Lieder sind, die ein Mann singen kann".

"Sacralissimo bedeutet höchste Form des Sakralen", erklärt Kushev die Idee hinter dem Namen des Trios. Mit Tenor Jurii Nikolov verbindet den Bariton eine lange Freundschaft, vor 20 Jahren habe man zusammen studiert. Zusammen tourt man nun seit mittlerweile vier Jahren durch ganz Europa. Neu dabei ist hingegen Simeon Panov am Piano, der zum Jahreswechsel Manol Paskalev abgelöst hat, auf den Flyern und Plakaten des Ensembles allerdings bisher noch nicht auftaucht.

Der kleinen Überraschung, die sich damit dem Publikum in der Evangelischen Kirche Wellesweiler bietet, folgt schnell Wohlgefallen. Denn Panov weiß zu überzeugen, begleitet stilsicher zwei "herausragende Stimmen", wie Küsterin Enkelejda Deda ergriffen feststellt.

Kushev und Nikolov wechseln sich oft von Titel zu Titel ab, wodurch die Klangfarben angenehm variieren. Den Titelsong ihres aktuellen Programms "Ave Maria, ich bete an die Macht der Liebe", einen Erfolgstitel von Ivan Rebroff , singen der Bariton und der Tenor hingegen gemeinsam. Dabei imponiert die Kombination der beiden großartigen Stimmen, in denen Erfahrung, Leidenschaft und außergewöhnliche Begabung mitschwingen, nachhaltig.

Eines missfällt Pfarrer Bertram Weber, der als Organisator kirchlicher Veranstaltungen bereits einmal mit dem Ensemble Sacralissimo zusammengearbeitet hat und erneut nicht enttäuscht wird, dann aber doch: "Schade, dass nur wenige gekommen sind. Ich hoffe, dass sich solche Events zukünftig mehr und mehr herumsprechen."