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Erstes Heimspiel
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Der Geschäftsführer der Saarland Hurricanes, Torsten Reif, vergangenes Jahr im Ellenfeldstadion.   
Der Geschäftsführer der Saarland Hurricanes, Torsten Reif, vergangenes Jahr im Ellenfeldstadion.    FOTO: Jörg Jacobi
Neunkirchen. Beim ersten Heimspiel der Saarland Hurricanes soll das Ellenfeldstadion beben. Von Elke Jacobi

Na? Schon die Tröte geölt, die T-Shirts gebügelt und die rot-schwarzen Klamotten parat? Wenn nicht, wird’s Zeit. Denn morgen, 17 Uhr, ist sie vorbei, die lange Zeit des Wartens: Das erste Heimspiel der Saarland Hurricanes steht an, dann laufen die Footballer bereits zur dritten Saison ins Neunkircher Ellenfeld ein. Gut — sie kommen als Absteiger in die zweite Liga, aber dennoch hoch erhobenen Hauptes nach dem fulminanten Saisonauftakt am vergangenen Wochenende in   Montabaur, wo sie mit einem 58:9 den Gastgeber und Aufsteiger vom Platz fegten. „Acht Touchdowns von acht Spielern“ — das ist dem gut gelaunten Geschäftsführer und Vizepräsidenten Torsten Reif Grund genug, an die Mannschaft zu glauben. Vorm Höhenflug warnt er die Mannschaft allerdings. Vermutlich, weil auch die letzte Saison mit viel Optimismus, Siegen und Träumen von den Playoffs begann, um dann desaströs mit haushohen Niederlagen und dem Abstieg zu enden.


Klar ist für Reif in Sachen GFL2:   „Wir sind der Top-Favorit in der Liga.“ Der Wiederaufstieg ist fest im Blick.  Das 50er Kader sei top aufgestellt, im Falle von Verletzungen könne man auf ausreichend Reserve zurückgreifen. Alle 30 in Kirchdorf angetretenen Spieler — die dortige Niederlage hatte vor über 200 Tagen den Weg in die zweite Liga besiegelt — sind noch dabei. Über 20 Neuzugänge gibt es, einiges aus der eigenen Jugend, elf aus anderen Vereinen. Sie alle sind hoch motiviert, wenn es morgen gegen den letztjährigen Tabellenvierten, Gießen Golden Dragons, geht.

Auf ebenso hoch motivierte Zuschauer hofft Reif. „Wir freuen uns auf gute Stimmung im Stadion.“ Die letzten Saison über brauchte man sich darüber nicht zu beklagen. Jeweils über 1500 Zuschauer hatten die Eröffnungsspiele miterlebt. So viele hätte Reif auch dieses Mal gerne wieder. An mangelnder Werbung wird es jedenfalls nicht scheitern. Seit Tagen schon sind die Plakate in der Stadt verteilt. Diese Saison gibt es auch hier eine Änderung. Nicht mehr nur die muskulösen Arme des immer noch verletzten einstigen Dauer-Quaterback Alexander Haupert werden da durch die Saison zu sehen sein. „Jedes Plakat bekommt ein anderes Motiv, einen anderen Spruch.“ „Wake up“ heißt es zum Heimspiel-Auftakt.  Aufwachen also ist die Devise. Den Fans muss man das vermutlich nicht zwei Mal sagen. Die Kartennachfrage ist dieselbe, wie zu Zeiten der ersten Liga. „Headcoach Joe Sturdivant hat enge Kontakte zur Base, wir sind gespannt, wie viele Leute von da kommen“, sagt Reif. Flyer wurden verteilt und jede Menge Werbung gemacht. Große Unterstützung wird es auch wieder — wie bei den entscheidenden Spielen in der vergangenen Saison — von den St. Wendeler Wolves geben. Konkurrenz  sieht man in ihnen nicht, eher eine Ergänzung. „Die machen in ihrem Beritt Werbung für Football, davon profitieren auch die Canes.“ Im Stadion werden die Vertreter des Verbandsligisten sicher sein, immer dann, wenn sie nicht zeitgleich selbst spielen. Auch in Montabaur waren Wolves dabei, ebenso wie 40 Leute der Fan-Community. Auf letztere ist Reif besonders stolz. „Das läuft richtig gut.“ Die werden auch am Samstag ab 14 Uhr zum Tailgate laden. A propos essen und trinken. Fürs Catering im Stadion meldet Reif eine Neuerung. Es wird einen gesonderten Stand mit einer Kasse geben, so dass die Leute ab sofort schneller bedient werden können. Weitere Neuerungen rund um die Heimspiele im Ellenfeld sind bislang laut Reif nicht geplant. Also: Business as usual. Nur diese Saison gerne mit Punkten und Siegen. Go Canes, go!