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| 20:28 Uhr

Unikum bringt Farbe ins LebenFür die Vorschläge der Jugendlichen immer offen

Wellesweiler. Hier lässt es sich aushalten. Gemütliche Sitzgelegenheiten, ein Regal mit Büchern und Spielen, Malstifte und -bücher auf einem kleinen Schreibtisch in der Ecke, Kekse auf dem Tisch. Die farblich passenden Wände in Weiß und Rosa verraten es: Hier ist das Mädchenzimmer. Heißt: Für Jungs verboten. Dort, wo sowohl die Mädchen als auch die Jungs ein- und ausgehen, sind die Wände weiß, grün, blau und gelb. "Alles frisch gestrichen, alles gerade erst fertig geworden", erläutert Janna Volz. Volz ist die neue "Chefin" hier im Wellesweiler Unikum. Zum 1. Juli hatte die Diplom-Psychologin die Stelle im Jugendtreff der evangelischen Kirchengemeinde von "Gründer" und Neu-Ruheständler Jürgen Tennigkeit übernommen. "Der hat die Einrichtung geschaffen. Gut über 20 Jahre ist das her." Ebenfalls in den Räumen im Untergeschoss des Gemeindezentrums in der Ernst-Blum-Straße untergebracht ist die therapeutische Schülerhilfe des Landkreises. Die acht bis zehn Grundschüler, die hier auf Arbeiten vorbereitet werden, sind während der Schulzeit täglich bis 16 Uhr da. "Wir haben hier auch diagnostisches Material", erklärt Volz. Im Normalfall werden die Kinder von den Schulen geschickt. Für die Betreuung vor allem auch noch nach Erledigen der Hausaufgaben ist dann auch Sarah Heidenreich zuständig. Die Sozialpädagogin arbeitet seit September hier, hat die Kids-Gruppe und die Mädchengruppen unter ihren Fittichen. Als beim Besuch der SZ die Jugendlichen kommen, fällt Heidenreich kaum auf. Ist sie doch selbst gerade erst 23. "Bis zu diesem Alter dürfen die Jugendlichen hier auch noch hinkommen", erzählt sie. Und Volz ergänzt: "Wir sind da sehr offen, nur einfügen müssen sie sich in die Gruppe." Die Gruppe, das ist ein fester Stamm von Leuten, aber auch ein Kommen und Gehen. "So um die 20 schauen da abends rein, alles so zwischen 13 und 21 Jahre alt", weiß Volz. Ein paar sind nach dem Weggang von Tennigkeit erst mal weggeblieben. "Das ist schon eine Umstellung, das ist klar." Seit etwa sechs Jahren dem Unikum treu sind die Geschwister Vivian und Denis Deutsch. Die 17-Jährige und ihr 19-jähriger Bruder können sich gar nicht mehr vorstellen, wie ein Leben ohne den Jugendtreff aussehen könnte. Klar deshalb, dass sie eifrig mitgeholfen haben beim "Ferienprogramm" Renovierung. An diesem Abend nun gilt es, der Mühe Lohn zu verewigen. Eine frisch weiß gestrichene Wand neben dem Billard erhält von jedem der Anwesenden einen bunten Handabdruck und den dazu gehörigen Namen. Das macht auch Beatrix Göhre Spaß. Die 20-Jährige ist durch Vivian zum Treff gekommen, ist seit einem halben Jahr regelmäßiger Gast. Vor zwei Monaten hat sie dann erstmals Katharine Stock mitgebracht. "Man fühlt sich einfach wohl hier", weiß die 20-Jährige die gemeinsamen Aktivitäten zu schätzen. Damit das mit dem Wohlfühlen auch so bleibt und vielleicht sogar noch besser wird, werden noch Spenden gesucht: Dekoartikel, Kissen, Spiele für drinnen und draußen, gerne eine Mikrowelle, Filme - eben alles, was die Freizeit angenehm gestaltet.Eine Spende ist zurzeit beliebtester Treffpunkt: Die Eckcouch. Was trotz aller Renovierung und Dekoration aber bleiben soll, wie's ist: Die quietschgelbe Holzeckbank mit passendem Tisch, an der man sich gerne mal die Hosen aufribbelt beim längeren Sitzen. "Die war schon immer hier, die bleibt", lässt zumindest in diesem Punkt Janna Volz nicht mit sich diskutieren. Ist das ihr Traumjob? Von SZ-Redakteurin Elke Jacobi

Wellesweiler. Hier lässt es sich aushalten. Gemütliche Sitzgelegenheiten, ein Regal mit Büchern und Spielen, Malstifte und -bücher auf einem kleinen Schreibtisch in der Ecke, Kekse auf dem Tisch. Die farblich passenden Wände in Weiß und Rosa verraten es: Hier ist das Mädchenzimmer. Heißt: Für Jungs verboten. Dort, wo sowohl die Mädchen als auch die Jungs ein- und ausgehen, sind die Wände weiß, grün, blau und gelb. "Alles frisch gestrichen, alles gerade erst fertig geworden", erläutert Janna Volz. Volz ist die neue "Chefin" hier im Wellesweiler Unikum. Zum 1. Juli hatte die Diplom-Psychologin die Stelle im Jugendtreff der evangelischen Kirchengemeinde von "Gründer" und Neu-Ruheständler Jürgen Tennigkeit übernommen. "Der hat die Einrichtung geschaffen. Gut über 20 Jahre ist das her." Ebenfalls in den Räumen im Untergeschoss des Gemeindezentrums in der Ernst-Blum-Straße untergebracht ist die therapeutische Schülerhilfe des Landkreises. Die acht bis zehn Grundschüler, die hier auf Arbeiten vorbereitet werden, sind während der Schulzeit täglich bis 16 Uhr da. "Wir haben hier auch diagnostisches Material", erklärt Volz. Im Normalfall werden die Kinder von den Schulen geschickt. Für die Betreuung vor allem auch noch nach Erledigen der Hausaufgaben ist dann auch Sarah Heidenreich zuständig. Die Sozialpädagogin arbeitet seit September hier, hat die Kids-Gruppe und die Mädchengruppen unter ihren Fittichen. Als beim Besuch der SZ die Jugendlichen kommen, fällt Heidenreich kaum auf. Ist sie doch selbst gerade erst 23. "Bis zu diesem Alter dürfen die Jugendlichen hier auch noch hinkommen", erzählt sie. Und Volz ergänzt: "Wir sind da sehr offen, nur einfügen müssen sie sich in die Gruppe." Die Gruppe, das ist ein fester Stamm von Leuten, aber auch ein Kommen und Gehen. "So um die 20 schauen da abends rein, alles so zwischen 13 und 21 Jahre alt", weiß Volz. Ein paar sind nach dem Weggang von Tennigkeit erst mal weggeblieben. "Das ist schon eine Umstellung, das ist klar." Seit etwa sechs Jahren dem Unikum treu sind die Geschwister Vivian und Denis Deutsch. Die 17-Jährige und ihr 19-jähriger Bruder können sich gar nicht mehr vorstellen, wie ein Leben ohne den Jugendtreff aussehen könnte. Klar deshalb, dass sie eifrig mitgeholfen haben beim "Ferienprogramm" Renovierung. An diesem Abend nun gilt es, der Mühe Lohn zu verewigen. Eine frisch weiß gestrichene Wand neben dem Billard erhält von jedem der Anwesenden einen bunten Handabdruck und den dazu gehörigen Namen. Das macht auch Beatrix Göhre Spaß. Die 20-Jährige ist durch Vivian zum Treff gekommen, ist seit einem halben Jahr regelmäßiger Gast. Vor zwei Monaten hat sie dann erstmals Katharine Stock mitgebracht. "Man fühlt sich einfach wohl hier", weiß die 20-Jährige die gemeinsamen Aktivitäten zu schätzen. Damit das mit dem Wohlfühlen auch so bleibt und vielleicht sogar noch besser wird, werden noch Spenden gesucht: Dekoartikel, Kissen, Spiele für drinnen und draußen, gerne eine Mikrowelle, Filme - eben alles, was die Freizeit angenehm gestaltet.Eine Spende ist zurzeit beliebtester Treffpunkt: Die Eckcouch. Was trotz aller Renovierung und Dekoration aber bleiben soll, wie's ist: Die quietschgelbe Holzeckbank mit passendem Tisch, an der man sich gerne mal die Hosen aufribbelt beim längeren Sitzen. "Die war schon immer hier, die bleibt", lässt zumindest in diesem Punkt Janna Volz nicht mit sich diskutieren. Ist das ihr Traumjob?

Volz: Ja, auf jeden Fall. Deshalb habe ich ja schon während des Studiums in der therapeutischen Erziehungshilfe des Jugendamtes gearbeitet. Damals war mir schon klar, dass ich ganz genau das mal machen will.

Wie sieht die Arbeit aus? Haben Sie alles im Blick?

Volz: Ich und Sarah wir sind immer mittendrin. Wir kochen mit, wir spielen mit, jetzt haben wir mit gestrichen.

Gibt es Zukunftspläne?

Volz: Wichtig ist, die Jugendlichen zu eigenen Entscheidungen zu erziehen. Für Vorschläge sind wir immer offen, reden dann gemeinsam drüber. Da wird sicherlich noch einiges auch mal an neuen und anderen Veranstaltungen geplant werden. Foto: Jörg Jacobi

"Wenn alles fertig ist, gibt es einen Tag der offenen Tür."

Janna Volz

Auf einen Blick

Für einige Sachen im Ferienprogramm muss man sich anmelden. Nach einer Woche Renovierung, Fahrt nach Saarbrücken, Gondwana und einem Helferfest geht es heute an den Jägersburger Weiher. Freitag ist im Neschd, Beerwaldweg, Twilight-Filmtag, Von 22. bis 25. Juli läuft das Projekt: Wir gestalten ein Kochbuch, am 29. Juli ist Grillparty (Essen mitbringen), am 30. Juli geht's nach Anmeldung zum Bostalsee. Spiel- und Spaßtag ist am 31. Juli, am 1. August Holidaypark und am 2. August Mädchentag. ji

Hintergrund

Spenden rund um Freizeitgestaltung und Deko wünscht man sich noch fürs Unikum. Sie können dort abgegeben werden. Zurzeit auf jeden Fall montags, mittwochs und freitags von 18 bis 22 Uhr. Während der Schulzeiten sind Therapeutische Schülerhilfe und Unikum in der Ernst-Blum-Straße 7 in Wellesweiler geöffnet: montags 14 bis 22 Uhr, dienstags 14 bis 20.30 Uhr, mittwochs 14 bis 22 Uhr, donnerstags 14 bis 18 Uhr und freitags 18 bis 22 Uhr. Kontakt auch über Facebook oder Telefon (0 68 21) 4 29 07.