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Nachruf
Überzeugter Borusse ist gestorben

Links: Seppl Frisch. Mitte: DFB-Pokalfinale 1959, das Borussia in Kassel mit 2:5 gegen Schwarz-Weiß Essen verlor. Rechts: der vergoldete Ehrenring, der anlässlich des Gewinns der Südwestmeisterschaft 1962 an die Mannschaft überreicht wurde.
Links: Seppl Frisch. Mitte: DFB-Pokalfinale 1959, das Borussia in Kassel mit 2:5 gegen Schwarz-Weiß Essen verlor. Rechts: der vergoldete Ehrenring, der anlässlich des Gewinns der Südwestmeisterschaft 1962 an die Mannschaft überreicht wurde. FOTO: (Foto: Mythos Ellenfeld: 100 Jahre Borussia Neunkirchen/ Tobias Fuchs, Jens Kelm: 100 Jahre Ellenfeldstadion) / Fotos: Mythos Ellenfeld: 100 Jahre Borussia Neunkirchen/ Tobias Fuchs, Jens Kelm: 100 Jahre Ellenfeldstadion)
Neunkirchen. Ehemaliger Verteidiger „Seppl“ Frisch wurde 86 Jahre alt.

Borussia Neunkirchen trauert um Josef „Seppl“ Frisch. 1955 vom FC Bayern München ins Saarland gekommen, bestritt der Abwehrspieler 157 Spiele im schwarz-weißen Dress der Borussia, ehe er 1962 seine erfolgreiche Karriere beendete. Nun ist Josef Frisch im Neunkirchener Diakonie-Krankenhaus verstorben, er wurde 86 Jahre alt. Das teilt der verein mit.



Frisch, der wegen seiner bayrischen Herkunft für seine Mannschaftskameraden stets der „Seppl“ war, wurde mit Borussia von 1959 bis 1961 dreimal hintereinander Vizemeister in der Oberliga Südwest, der damals höchsten deutschen Spielklasse, und nahm sowohl an den Qualifikationsspielen um die Endrunde der Deutschen Meisterschaft als auch am DFB-Pokalfinale 1959 teil. Frisch bildete zusammen mit Torhüter Jaroslav Jirasek, seinem Verteidiger-Pendant Hans Schreier und der Läuferreihe (im damaligen „WM-System“) mit Erich Leist, Gerd Lauck und Dieter Harig eine gut harmonierende Defensivabteilung.

Weil er sich im Ellenfeld auch menschlich wohlfühlte, wurde „Seppl“ Frisch nach seiner aktiven Karriere in Neunkirchen heimisch. Mit dazu bei trug die Liebe, denn inzwischen hatte er ein Neunkircher Mädchen zum Traualtar geführt. Ein Tabak-Geschäft mit Totto-Lotto-Annahmestelle sorgte für das tägliche Auskommen der Familie. Borussias sportlichen Weg verfolgte der Abwehrspieler mit großem Interesse.