TSC feiert erstmals einen Titel

Der TSC Neunkirchen hat die erste Meisterschaft seiner 35-jährigen Vereinsgeschichte perfekt gemacht. Durch einen 16:0-Kantersieg gegen den SSV Wellesweiler sicherte sich der TSC den Titel in der Kreisliga A Saarpfalz – und kündigt jetzt „überraschende Transfers“ an.

Die Fußballer des Türkischen SC Neunkirchen trugen ihren Trainer Cumhur Keskin nach dem Schlusspfiff des letzten Saisonspiels am vergangenen Sonntag auf Händen durchs Neunkircher Wagwiesental. Die überschwängliche Freude der Kicker hatte dabei einen besonderen Grund. Keskin und sein Team hatten zuvor nämlich Historisches geschafft. Durch einen 16:0-Kantersieg gegen den SSV Wellesweiler war der TSC Meister der Kreisliga A Saarpfalz geworden.

Für den TSC war es der erste Titel der 35-jährigen Clubgeschichte. "Da sind wir natürlich besonders stolz drauf", berichtet Keskin erleichtert. Denn bis der Titelgewinn unter Dach und Fach war, musste der Übungsleiter ganz schön zittern. "Der Druck war riesengroß. Die eine Woche vor dem Spiel gegen Wellesweiler ist mir vorgekommen wie tausend Jahre", erklärt der 44-jährige TSC-Trainer.

Ab dem ersten Spieltag oben

Der Grund hierfür war, dass es fast so aussah, als sollte sich der TSC im Saisonendspurt noch einmal die Butter vom Brot nehmen lassen. Mit starken Neuverpflichtungen wie Richard Manu, Ferhat Kizmaz (ehemals Borussia Neunkirchen und FC Homburg) oder Kevin Kreutz (traf in dieser Saison 33 Mal) war der Vizemeister der Vorsaison als großer Titelfavorit in die Runde gestartet. Neunkirchen wurde dieser Rolle auch gerecht und stand ab dem ersten Spieltag ganz oben in der Tabelle.

Vor dem drittletzten Spieltag hatte sich der TSC einen Vorsprung von sieben Punkten gegenüber Verfolger SV Bruchhof-Sanddorf erarbeitet. Neunkirchen hatte zudem im gesamten Saisonverlauf noch keine einzige Niederlage kassiert. Mit einem weiteren Erfolg gegen die DJK Münchwies hätte der TSC die Meisterschaft klarmachen können. "Es war schon alles für die Feier vorbereitet", erzählt Keskin. Doch dann kassierte seine Mannschaft ausgerechnet in dieser Partie eine 0:1-Niederlage.

"Wir waren nervös, und vorne wollte der Ball irgendwie nicht ins Tor", erinnert sich Keskin. Und es sollte noch schlimmer für sein Team kommen. Am vorletzten Spieltag gab es beim SV Höchen eine weitere Niederlage (1:2). Der zweite Matchball in Sachen Titel war vergeben, der Vorsprung an der Spitze auf einen einzigen Zähler zusammengeschrumpft.

Zur Pause schon 8:0

Im Saisonfinale gegen Wellesweiler machte der TSC dann aber doch den Deckel drauf - und das mehr als eindrucksvoll. Schon zur Pause stand es 8:0. Otmane Himri steuerte beim 16:0-Sieg sechs Treffer bei. Michel Cimini traf fünf Mal.

In der kommenden Runde spielt der Türkische Sportclub damit in der Bezirksliga Neunkirchen . "Das Niveau dort ist wesentlich höher, ich denke aber, dass wir auch dort unter den ersten Fünf landen können", erklärt Keskin. Denn für die neue Liga will der TSC sich noch verstärken. "Wir werden vielleicht noch einige überraschende Transfers tätigen", kündigt Keskin an. "Namen kann ich jetzt aber noch keine verraten."