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Thema Radwegekonzept auch im Ortsrat Furpach

Ortsrat : Alle (Rad-)Wege führen in die Innenstadt

Auch in Furpach, Kohlhof und Ludwigsthal kommt das städtische Radverkehrskonzept zum Tragen. Was hier vorgesehen ist, darüber informierte Marco Ames vom Saarbrücker Ingenieurbüro Bard und Sauther den Ortsrat.

Wichtigstes Ziel des Konzeptes sei es, so erklärte Ames, alle Stadtteile über Radwege miteinander zu vernetzen, gleichzeitig aber auch Fahrradverbindungen zu den Nachbargemeinden herzustellen. Hierzu sind in dem Konzept zehn alphabetisch gekennzeichnete Hauptrouten geplant, zwei davon verbinden die drei östlichen Stadtteile mit der Innenstadt. Die Hauptroute H mit einer Länge von acht Kilometern führt von Kohlhof aus zur Brückenstraße, die Hauptroute I über 6,5 Kilometer von Furpach in die Innenstadt. Zur Umsetzung des Konzeptes sind auf beiden Verbindungen gezielte Markierungen und auch bauliche Veränderungen vorgesehen. Auf der Streckenführung von Kohlhof aus ist unter anderem geplant, den vorhandenen Gehweg in der Limbacher Straße auszubauen und für den Radverkehr freizugeben. Der soll hierfür etwa zwei Meter breit werden. Im Bereich Torhausweg/Niederbexbacher Straße soll eine Querungshilfe eingebaut werden, in der Andreas-Limbach-Straße kann aufgrund des geringen Fahrzeugverkehrs auf Markierungen oder andere Maßnahmen verzichtet werden, glauben die Experten. Auf der Route von Furpach in die Innenstadt ist im wesentlichen die Limbacher Straße betroffen. Dort sollen, so empfehlen es die Planer, im gesamten Streckenbereich Radsymbole auf der Fahrbahn angebracht und die Mittelmarkierung auf der Straße entfernt werden. Am Ortsausgang Richtung Zweibrücker Straße ist eine so genannte Radschleuse angedacht, so wie sie auch am Ortsende von Münchwies in Richtung Frankenholz vorgesehen ist. Im weiteren Verlauf der Route ist in der Zweibrücker Straße eine Verbreiterung des vorhandenen Geh- und Radweges um einen Meter vorgesehen.

Alle Maßnahmen sind ausschließlich auf den Alltagsverkehr ausgerichtet, vorhandene Radwege zum Freizeitvergnügen bleiben weitgehend unberührt. Darauf machte Stadtplaner Jörg Lauer in der Sitzung im Robinsondorf aufmerksam. Zusammen mit Axel Birtel, dem Vorsitzenden des Adfc (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) und dem städtischen Umwelt-Abteilungsleiter Thomas Haas beantwortete Lauer eine ganze Reihe von Fragen der Kommunalpolitiker zur Radinfrastruktur in den drei Stadtteilen. Ortsvorsteher Peter Pirrung von der CDU erinnerte daran, dass das Radverkehrskonzept schon seit einigen Jahren immer wieder Gegenstand des Maßnahmenkatalogs ist und deshalb sei er „froh, dass der Ortsrat nun aus erster Hand über das Konzept informiert wird“.  Lauer verwies darauf, dass in den nächsten Jahren zusätzlich weitere Vorhaben im Rahmen der Dorfentwicklungsplanung möglich wären.