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Tag der offenen Gartentür am 28. Juni

Tag der offenen Gartentür : Guckt mal, was da alles wächst und gedeiht

Zehn Gärten im Kreis Neunkirchen laden für den 28. Juni zum Tag der offenen Gartentür.

Der Saarländer sagt „schnausen gehen“ und meint damit: Mal bei anderen in Erfahrung bringen, wie es da so aussieht, was die so machen. Oder auch nachsehen, was man an Verstecktem so entdecken kann. Das Schnausen, das macht man in der Regel heimlich – und das macht auch den Spaß aus. Trotzdem: Mal zu sehen, was bei anderen so passiert hinter ansonsten verschlossenen Türen und Toren, das ist eine Neugier, die nur allzu menschlich ist. Und die zu befriedigen auch dann Spaß macht, wenn es erlaubt ist, das Schnausen. Einmal im Jahr darf man dieser Lust ganz offen frönen: Am Tag der offenen Gartentür. Zur dem laden Gartenbesitzer im Saarland, in Rheinland-Pfalz und angrenzenden Gebieten ein. Sie öffnen ihre Gärten für interessierte Gartenfreunde und zeigen gerne ihr kleines Paradies. Und – das ist die gute Nachricht für alle – auch in diesem Jahr, in dem die Menschen auf so vieles verzichten müssen, findet der Tag der offenen Gartentür statt. Das hat Monika Lambert-Debong, Geschäftsführerin des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz, mitgeteilt.  Veranstaltungstag ist am Sonntag, 28. Juni. Die zum Zeitpunkt der Veranstaltung geltenden Verhaltensvorgaben in Bezug auf die Pandemie werden natürlich eingehalten, und die Besucher werden gebeten, diese ebenfalls einzuhalten, schreibt Lebong. Wie in jedem Jahr, so sollen die Besucher auch in diesem Ideen und Anregungen für den eigenen Garten sammeln können. „Mit dem Tag der offenen Gartentür möchte der Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz die Wertschätzung für die Gartenkultur fördern, möchte für die Erhaltung und Schaffung lebendiger, liebevoll gestalteter Gärten werben“, heißt es auf dem Infoblatt. Natürlich, so Lebong, muss auch diese Veranstaltung sich in diesem Jahr besonderen Herausforderungen stellen. Bei großem Andrang könne es so durchaus auch einmal zu Wartezeiten kommen. Auf Bewirtung werde verzichtet, wenn sie nicht unter Einhaltung der Vorgaben stattfinden könne.

Alle, die die Corona-Wochen für besonders intensive Gartenarbeit genutzt haben, Zisternen freigelegt, Brombeeren bekämpft, Hochbeete angelegt oder Stauden gesetzt haben, können an diesem Tag in insgesamt 150 Gärten weitere Anregungen finden. Zehn Gärten aus dem Kreis Neunkirchen sind in diesem Jahr dabei. Zwei davon liegen in der Gemeinde Eppelborn. Das Freizeitzentrum Finkenrech in Dirmingen bietet mit seinem Rosengarten, dem Kräuter- und Arzneipflanzengarten sowie dem asiatischen Garten, der Staudenstraße, dem traditionellen Bauerngarten, seinen vielen Bäumen und Sträuchern Anregungen der vielfältigsten Art. Ganz neu: der Obstlehrgarten. Zu besichtigen ist die Gartenvielfalt von 10 bis 18 Uhr.

Von dort kann man einen Abstecher in die Schillerstraße 43 in Dirmingen machen. Dort haben Sigrid und Rainer Schmitt einen großen Garten mit vielen Stauden und Gehölzen angelegt. Interessant ist die Wegeführung. Es gibt einen Schwimmteich, einen Kiesgarten sowie einen abwechslungsreichen Nutzgarten. Gewächshaus, Blockhütte und Sitzplätze ergänzen das Gartenbild. Besucher können im Übrigen vier Gehminuten entfernt am Sportplatz Parken. Geöffnet ist auch hier von 10 bis 18 Uhr.

Gleich vierfach ist die Gemeinde Illingen vertreten. Marga und Josef Gabriel laden in die Primsstraße 9 in Illingen ein. Hier finden die Besucher einen parkähnlichen Garten mit vielen Wegen und lauschigen Sitzplätzen. Bauliche Elemente aus alten Backsteinen, Trockenmauern, ein Teich mit Wasserfall und Brücke gilt es zu erkunden. Rosenbögen mit Clematis, Staudenbeete, ein Schattengarten unterm Trompetenbaum, dazu viel Keramik, lassen die Besucher immer wieder Neues entdecken. Außerdem findet hier ein Flohmarkt statt und es gibt einen Pflanzenverkauf. Geöffnet ist von 10 bis 18 Uhr.

Ganz anders sieht es in der Finkenstraße 25 in Illingen aus. Hier zeigt Ute Menden ihren naturnahen Garten rund ums Haus. Staunen können die Besucher über Dachbegrünung auf einem etwas anderen Strandkorb. Es gibt eine große Kräuterspirale und lauschige Sitzecken mit Wasserspielen. Zu besuchen von 10 bis 18 Uhr.

Das Wasser hat es Monika und Dietmar Meiser angetan. In der Harzbachstraße 25 in Uchtelfangen findet man einen Wassergarten mit vier Teichen. Vielfältig ist die Teichbepflanzung, in den Wassern schwimmen Kois. Der Garten hat einen Bachlauf, Blumenrabatten, eine Vogelvoliere und ein Taubenhaus. Während der Öffnungszeit von 10 bis 18 Uhr findet auch ein Koi-Verkauf statt.

Wer es immer noch nicht in den vereinseigenen Rosengarten der Garten- und Rosenfreunde Welschbach geschafft hat, der kann das am 28. Juni nachholen. Den Hinweisschildern zur Kupfernen Hölle folgen und schon sagt unter anderem der Vereinsvorsitzende Wolfgang Gross den Besuchern alles, was sie über die Anlage wissen wollen. Der Rosengarten ist von Sträuchern und Bäumen umgeben. 3000 Rosen in 130 Arten und Sorten, von der Kletter-, über die Strauch-, Beet- und Wildrose bis zu Bodendeckerrosen erblühen hier. Von 10 bis 18 Uhr kann man sich daran erfreuen.

Wer seinen Bestand an Pflanzen auffrischen will, der kann bei Vera Keßler und Gregor Borner in der Dorfstraße 3a in Merchweiler während des Tags der offenen Gartentür Pflanzen kaufen. Ansonsten erwartet die Besucher hier ein großer Nutzgarten mit vielen heimischen Stauden und Gehölzen. Der Garten bietet Nahrung und Unterschlupf für Tiere und Insekten. Wie ein Nutzgarten mit Hochbeeten aussieht, das kann man sich außerdem angucken. Auch gibt es Trockenstandorte auf Schotter, einen Bachlauf, ein Feuchtbiotop und ein kleines Wäldchen zu sehen. Geöffnet ist von 10 bis 18 Uhr.

In der Hauptstraße 4 in Ludwigsthal zeigt Hans Steimer seinen Wohngarten mit Blumenterrasse und großer Blumenwiese. Es gibt Baum- und Blumenbeete mit Bruchsteinumrandungen, einen Teich und einen Nutzgarten, und zwar als Anbau unter Bäumen. Auch hier sind Besucher von 10 bis 18 Uhr willkommen.

Wie ein Garten in Hanglage gelingt, das demonstriert Paul Spreier in Lautenbach. Ein mit Felsen eingefasster Pool mit Wasserfall, ein Teich, sogar eine Burgruine werden ergänzt durch Hochbeete und einen Steingarten mit blühenden Pflanzen. Figuren aus alten Hufeisen locken zusätzlich die Blicke an. Geöffnet ist von 10 bis 18 Uhr.

Rosen bezaubern immer. Hier eine Neuheit: die ausgezeichnete  Perennial Red Domino. Foto: dpa/Uli Deck
Blätter wie gemalt  hat die vielfältige Hosta, die es auch zu bewundern gibt. Foto: gms/Marion Nickig
Die Clematis ist eine beliebte Kletterpflanze, die es in vielen Farben gibt. Foto: dpa-tmn/Alois Brichta
Pfingstrosen oder Päonien sind ein Blütentraum und beliebt für die Vase. Foto: dpa/dpaweb/Hans-Jürgen Wege
Marga und Josef Gabriel in Illingen haben ihren Garten liebevoll gestaltet, auch sie öffnen die Gartentür.  Foto: Merkel Carolin/Carolin Merkel
Auch für Enkelin Anna ist der Garten von Monika und Dietmar Meiser in Uchtelfangen ein Paradies. Wir haben ihn vergangenes Jahr (Foto) vorgestellt. Foto: Merkel Carolin/Carolin Merkel

Wer regelmäßig am Tag der offenen Gartentür unterwegs ist, der kommt an der Schlanggasse in Stennweiler nicht vorbei. In Hausnummer 81 gibt es hier einen großen naturnahen Sammlergarten zu sehen. Staudenrabatten mit Päonien, Hosta, Iris, Taglilien, Astern und Gräsern kann man ebenso bestaunen wie Rosen, Clematis, Obstbäume und Beerensträucher. Zudem gibt es einen Gemüsegarten und eine Blumenwiese. Kübelpflanzen, ein Hühnergehege, Natursteinmauern, ein Teich und Sitzplätze ergänzen das Angebot. Außerdem kann man an diesem Tag Hosta kaufen. Geöffnet haben Michael Schwindling und Susanne Sommer ihren Garten ebenfalls in der Zeit von 10 bis 18 Uhr.