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Stadt will ihre Häuser "energiefest" machen

Stadt will ihre Häuser "energiefest" machen

Neunkirchen. Den "Energieschluckern" unter den städtischen Gebäuden soll es an den Kragen gehen. Dabei verfolgt das Neunkircher Rathaus eine dreistufige Strategie: Zunächst wird für alle Liegenschaften im Besitz der Stadt der Energieverbrauch erfasst und bewertet. Dann werden bei jenen Objekten, die die meiste Energie verschleudern - man kann von etwa 60 Gebäuden ausgehen - die Struktur vermessen und Vorschläge zur Abhilfe ausgearbeitet. Rund 15 Prozent davon, so Erfahrungswerte, werden sich als besonders anfällig und sanierungsbedürftig herausschälen. Sie werden dann einer Feinanalyse mit dem Ziel der vorrangigen "Behandlung" unterzogen.Diese Vorgehensweise ist festgelegt für ein "Klimaschutz-Teilkonzept Kommunale Liegenschaften", für das die Stadt Neunkirchen jetzt beim Bundesumweltministerium Fördergelder beantragt hat. Dafür hat der Stadtrat grünes Licht gegeben. Die Entwicklung eines solchen Konzepts, das im kommenden Jahr vorliegen soll, wird voraussichtlich knapp 100 000 Euro kosten. Es wird zu 80 Prozent von Bund und Land gefördert - das heißt, die Stadt Neunkirchen muss etwa 20 000 Euro beisteuern.

Neunkirchen. Den "Energieschluckern" unter den städtischen Gebäuden soll es an den Kragen gehen. Dabei verfolgt das Neunkircher Rathaus eine dreistufige Strategie: Zunächst wird für alle Liegenschaften im Besitz der Stadt der Energieverbrauch erfasst und bewertet. Dann werden bei jenen Objekten, die die meiste Energie verschleudern - man kann von etwa 60 Gebäuden ausgehen - die Struktur vermessen und Vorschläge zur Abhilfe ausgearbeitet. Rund 15 Prozent davon, so Erfahrungswerte, werden sich als besonders anfällig und sanierungsbedürftig herausschälen. Sie werden dann einer Feinanalyse mit dem Ziel der vorrangigen "Behandlung" unterzogen.Diese Vorgehensweise ist festgelegt für ein "Klimaschutz-Teilkonzept Kommunale Liegenschaften", für das die Stadt Neunkirchen jetzt beim Bundesumweltministerium Fördergelder beantragt hat. Dafür hat der Stadtrat grünes Licht gegeben. Die Entwicklung eines solchen Konzepts, das im kommenden Jahr vorliegen soll, wird voraussichtlich knapp 100 000 Euro kosten. Es wird zu 80 Prozent von Bund und Land gefördert - das heißt, die Stadt Neunkirchen muss etwa 20 000 Euro beisteuern.

"Es ist sinnvoll, dieses günstige Förderprogramm auszunutzen", merkte Oberbürgermeister Jürgen Fried hierzu an. Der OB will den Einsatz in Sachen Klimaschutz forcieren, wohlwissend, dass den Städten und Gemeinden ein entscheidender Beitrag zukommt, will die Bundesregierung ihre ehrgeizigen Ziele zur Verringerung der Treibhausgase erreichen. Schon 2020 sollen es 40 Prozent weniger sein gegenüber dem Ausgangswert von 1990.

Neunkirchen gehört zu den 30 (von 52) saarländischen Kommunen und bundesweit 1700 Städten, Gemeinden und Landkreisen, die eine so genannte integrierte Klimaschutzstrategie verfolgen. Das heißt: möglichst wirksamer Einsatz von Energie, Nutzen aller Einsparmöglichkeiten, "Powern" erneuerbarer Energien. Bereits 2012 haben Stadtrat und Verwaltung ein Gesamtkonzept Klimaschutz (Kosten 113 500 Euro, Förderung 80 Prozent) als "Grobraster" auf den Weg gebracht. Zugleich auch ein Teilkonzept namens "Integrierte Wärmenutzung" (Kosten 40 000 Euro, Förderung 80 Prozent), das die Erzeugung von Wärme durch regenerative Energien voranbringen soll. "Bei der Wärme hinken wir dem Strom etwas hinterher", so der zuständige Sachbearbeiter Thomas Haas zur Notwendigkeit eines solchen Konzeptes. Die Ergebnisse sollen Ende Juni vorgestellt werden.

Wenn die Konzepte vollständig vorliegen, soll deren Umsetzung einem "Klimaschutz-Manager" anvertraut werden. Eine solche Stelle ist für 2015 im Neunkircher Rathaus ins Auge gefasst. Auch die Personalkosten für diesen Klimaschutz-Koordinator werden von der Bundesregierung - maximal für drei Jahre - bezuschusst. "Es ist sinnvoll, solche Förderprogramme zu nutzen