Stadt Neunkirchen will ihr Krankenhaus verkaufen

Neunkirchen · Für das Städtische Klinikum Neunkirchen wird ein Käufer oder zumindest ein zahlungskräftiger Kooperationspartner gesucht. Das bestätigten Oberbürgermeister Jürgen Fried (SPD ) und Geschäftsführer Klaus-Dieter Hielscher der SZ.

Das Klinikum steckt in finanziellen Schwierigkeiten, sein Jahresetat ist nicht gedeckt. Als Ursache für die Entwicklung beruft sich das Klinikum unter anderem auf bundespolitische Rahmenbedingungen bei der Krankenhausfinanzierung. Es habe aber auch eine intern belastende Kostenentwicklung gegeben. So wurde der 2013 eröffnete Neubau teurer als geplant. Das Klinikgebäude aus dem Jahr 1973 weist zudem einen hohen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf auf.

Die Unternehmensberatung PwC soll den rechtlichen Rahmen für eine Kooperation oder eine Übernahme klären und den Markt sondieren. Fried bestätigte, dass bereits andere Krankenhausträger im Rathaus nachgefragt hätten. Das Klinikum hat 273 Betten und beschäftigt über 600 Mitarbeiter. Jedes Jahr werden dort rund 11 600 Patienten stationär und 30 000 Patienten ambulant behandelt.

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