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Stadt Neunkirchen möchte ihre Bäche renaturieren

Neunkirchen. red

. Sie sind begradigt, streckenweise sind Ufer und Sohle durch Steine oder Beton befestigt, vielerorts ist zudem die Durchgängigkeit der Bäche gestört. Das soll anders werden: Die Stadt Neunkirchen will ihre Gewässer dritter Ordnung, die in ihrer Verantwortung stehen, naturnah umbauen. Das Umweltministerium fördert eine Machbarkeitsstudie, die Art und Umfang möglicher sinnvoller Maßnahmen untersuchen soll mit rund 20 000 Euro. Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer überreichte dem Neunkircher Oberbürgermeister Jürgen Fried einen Zuwendungsbescheid.

In der Studie sollen der Erlenbrunnerbach, Heinitzbach, Sinnerbach und Mohrsbach (Brühlgraben) betrachtet werden. Zur Analyse gehören eine Bestandsaufnahme, die Festlegung von Entwicklungszielen und die Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen. Die Umsetzung der späteren Renaturierungsschritte soll innerhalb ökologischer Ausgleichsmaßnahmen durch die RAG Immobilien erfolgen. "Die Fördersätze für Renaturierungsmaßnahmen sind mit bis zu 95 Prozent sehr hoch. Ich würde mich freuen, wenn viele Kommunen im Saarland diese Förderung als Anreiz sehen, Projekte zum naturnahen Gewässerumbau zu realisieren", betonte Krämer.

Gefördert werden Vorhaben, die in hohem Maße wasserwirtschaftliche und ökologische Zielsetzungen verfolgen oder die der Erhaltung oder dem Erreichen der Umweltqualitätsziele der EG-Wasserrahmenrichtlinie dienen.