Stadt baut neuen Wassersammler

650 000 Euro investiert die Stadt Neunkirchen in der Bruchwies in Wellesweiler in ein Staubecken für Regenwasser. Auch im Bereich der Sporthalle wird es eine ähnliche Maßnahme geben.

. Als wichtige Maßnahme zur Regenwasserbehandlung wird die Stadt Neunkirchen im Laufe des Jahres in der Bruchwies in Wellesweiler einen Regenwasserstauraum bauen. Werksleiter Jörg Wilhelm vom städtischen Abwasserwerk erläuterte am Mittwoch im Ortsrat die Maßnahme und veranschaulichte das Projekt mittels einer Planzeichnung.

Wilhelm stellte klar: "Das ist eine zwingend notwendige Arbeit, zu der wir nach dem saarländischen Wassergesetz verpflichtet sind." Weiter sagte der Werksleiter: "Die Maßnahme ist mit einem Volumen von etwa 650 000 Euro ein sehr investives Projekt und dadurch bleiben andere wichtige Dinge wie die Sanierung des Kanalnetzes auf der Strecke. Dabei ist die Entwässerung das größte Infrastrukturvermögen einer Kommune. Aber wir haben den Weg jetzt eingeschlagen und bringen ihn auch zu Ende." Bei dem Bauwerk in Wellesweiler handelt es sich laut Wilhelm um eine "ebenso schwierige wie interessante Maßnahme", und deshalb seien bestimmte Vorlauf- und Planungszeiten notwendig gewesen.

Zwischenzeitlich liegen alle erforderlichen Gestattungen vor und auch mit den privaten Grundstückseignern, die betroffen sind, sei Einigung erzielt worden, erklärte der städtische Mitarbeiter. Seinen Angaben zufolge wird die Technik des Auffangbeckens erstmals im Saarland angewandt. Wichtig sei dabei die hohe Reinigungsleistung, bevor das Regenwasser in die Blies abgeleitet wird, teilte Jörg Wilhelm mit.

Durch eine notwendige Flachwasserzone wird die Blies im Bereich der Bruchwies etwas breiter werden, informierte der Werksleiter, außerdem werden im Februar noch Rodungsarbeiten durchgeführt. Im Zeitraum April/Mai soll mit der Maßnahme begonnen werden. Jörg Wilhelm rechnet mit einer Bauzeit von drei bis vier Monaten. Auch im Bereich der Wellesweiler Sporthalle wird es eine ähnliche Maßnahme geben, allerdings in einem kleineren Umfang. Wilhelm räumte Bedenken aus, dass es durch diese Arbeiten zu Problemen bei Feuerwehreinsätzen kommen könnte. Ortsvorsteher Hans Kerth forderte: "Es muss gewährleistet sein, dass die Feuerwehr jederzeit ausrücken kann."

Weiteres Thema in der Sitzung: Nach mehreren schweren Verkehrsunfällen im Bereich Wellesweiler in den vergangenen Wochen haben Ortsvorsteher und Ortsrat in der ersten Sitzung des neuen Jahres mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass endlich etwas unternommen wird. Dazu erklärte Kerth: "Es ist gut, dass Wellesweiler als Unfallschwerpunkt mittlerweile auch von anderen wahrgenommen wird und endlich notwendige Maßnahmen ergriffen werden."