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Sportförderpreis in Neunkirchen verliehen

Preisverleihung : „Ein Preis, der seine Berechtigung hat“

Die Turner des TuS Wiebelskirchen wurden für ihre Jugendarbeit mit einem Sportförderpreis bedacht.

Die Abteilung Turnen des TuS Wiebelskirchen wurde am Donnerstagabend mit dem Sportförderpreis ausgezeichnet, den die Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft (GSG), die Stadt Neunkirchen und der Neunkircher Sportverband (NSV) zum zweiten Mal für Sportvereine ausgelobt haben, die sich in einem gesellschaftlich wichtigen Bereich besonders hervortun. Auf Platz zwei kam der Schwimmverein Neunkirchen vor dem Radclub Mistral. Der SV Furpach, der FV Neunkirchen und der Reiterverein Neunkirchen wurden mit Anerkennungspreisen bedacht.

Für die Gewinner hatte die GSG erneut ein Preisgeld von 3000 Euro zur Verfügung gestellt. War bei der Premiere vor zwei Jahren die besondere Integrationsarbeit in den Sportvereinen das entscheidende Kriterium, richtete sich die Ausschreibung diesmal an alle Vereine, die besondere Angebote für Kinder und Jugendliche unterbreiten, Talente fördern oder mit Schulen und Kindertageseinrichtungen zusammenarbeiten. „Fitte Kinder – Starke Gesellschaft, Sport erleben von Anfang an“ war das Anforderungsprofil überschrieben „und es ist mit Sicherheit ein Preis, der seine Berechtigung hat“, befand Rouven Schön bei der Preisverleihung in der Stummschen Reithalle. Der stellvertretende NSV-Vorsitzende hatte die Veranstaltung moderiert, das Trio Günder-Müller-Gand hatte für jazzige Zwischentöne gesorgt. NSV-Vorsitzender Hans-Artur Gräser bedauerte aber die mäßige Resonanz, denn nur sieben von 68 Vereinen im Sportverband hatten eine Bewerbung abgegeben. „Dabei waren wir sicher, dass wir mit diesem Thema dem Interesse der Vereine gerecht werden“, meinte Gräser, „zumal die Großzahl der Vereine im NSV eine sehr gute Jugendarbeit leistet.“

Der Neunkircher Bürgermeister nutzte die Feierstunde auch zu einem Loblied auf den NSV, denn der sei mehr als eine Dachorganisation. „Der Sportverband macht Dinge, die ansonsten nicht stattfinden würden“, meinte Jörg Aumann und auch der Förderpreis sei ohne den NSV nicht möglich. Guido Esseln, der Geschäftsführer der GSG, stellte die Teilnehmer und die Mitglieder der neunköpfigen Jury vor, die über die Preisvergabe entschieden hat. Zumindest zwischen den ersten drei war es „eine ganz knappe Entscheidung“, versicherte Esseln. Mit entscheidend beim Sieger war nach Ansicht der Juroren, „dass in der Abteilung Turnen des TuS viele Richtung weisende Angebote unterbreitet werden, angefangen von Eltern-Kind-Turnen über Kleinkinderturnen, den Kinderturnclub bis zum Jugendturnen. Die beiden Badmintonasse Marvin Seidel und Volker Eiber verwiesen als Laudatoren zudem auf viele Projekte mit den örtlichen Kindergärten und erinnerten daran, dass aus der „Talentschmiede TuS“ schon immer viele Sportler hervorgegangen sind, die auch überregional Karriere gemacht haben. 1000 Euro Preisgeld gab es für den Sieger. Für die kurzfristig erkrankte Laudatorin Janina Goldfuß würdigte Hans-Artur Gräser den Schwimmverein Neunkirchen, nannte exemplarisch die Schwimmkurse für Kleinkinder und erwähnte das Mitwirken an einem Projekt des Landkreises, bei dem Kindern, die nicht schwimmen können, die Angst vor dem Wasser genommen wird. „Schwimmen ist lebenswichtig und das vermittelt der SVN vielen Kindern und Jugendlichen“, begründete Gräser die Entscheidung der Jury für Platz zwei und 800 Euro Preisgeld. Der ehemalige Weltklassesprinter und Olympiateilnehmer Andreas Ruth würdigte die Leistungen des Radclubs Mistral, wies auf 63 jugendliche Mitglieder und viele Projekte in- und außerhalb des Vereins hin und erwähnte besonders die jährlichen Special Olympic Touren für Kinder mit und ohne Behinderung. Das wurde mit 600 Euro honoriert. Die drei Anerkennungspreise waren mit je 200 Euro dotiert.