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Spendenerfolg haut Schüler aus den Socken

Pro Sockenbestellung (beziehungsweise Geschirrtücher, Seifen, Kalender etc.) beim Freiburger Unternehmen „Neue Masche“ gingen vier Euro in die Kasse der Schüler. Fotos: Schule
Pro Sockenbestellung (beziehungsweise Geschirrtücher, Seifen, Kalender etc.) beim Freiburger Unternehmen „Neue Masche“ gingen vier Euro in die Kasse der Schüler. Fotos: Schule
Neunkirchen. Der Abiball ist gerettet: Die Abiturienten des Gymnasiums am Steinwald haben ihre Abikasse mithilfe eines originellen Konzeptes gefüllt. Das Freiburger Start-up-Unternehmen „Neue Masche“ ist damit bundesweit erfolgreich. red

Durch den Verkauf von Socken und anderen Produkten konnte der Abi-Jahrgang des Gymnasiums am Steinwald 1068 Euro sammeln, die jetzt der Stufenkasse zugutekommen. Diese erfolgreiche und neue Art der Finanzierung hat das Freiburger Start-up-Unternehmen "Neue Masche" ermöglicht. Die Abiturienten aus Neunkirchen sind dabei nicht allein mit ihrem Erfolgserlebnis. In den letzten zwei Jahren haben über 1000 Gruppen mit diesem Modell schon über 500 000 Euro Spenden gesammelt, meldet die Freiburger Firma.


Durch eine Internetrecherche kamen die Abiturienten zu dem Konzept, das seinen Ursprung in Schweden hat. "Neue Masche" unterstützt in Deutschland und Österreich alle Gruppen, die für ihr gemeinnütziges Projekt Spenden benötigen.

Also sind neben Abiturienten auch Pfadfinder, Schulklassen, Vereine, Ministranten und viele mehr angesprochen. "Mit unserem Modell wollen wir es den Jugendlichen und anderen Engagierten ermöglichen, auch größere Summen zusammen zu bekommen, um sich ihre jeweiligen Träume zu erfüllen", sagt Benedikt Link, der Gründer von "Neue Masche".



Nach der Online-Anmeldung durch eine Schülerin bekam sie per Post alle Unterlagen zugeschickt, die für die Sammelaktion benötigt werden. Neben Produktkatalog und Bestelllisten auch Produktmuster, um den helfenden Schülern und natürlich auch den Unterstützern, ein möglichst genaues Bild der Aktion und den Produkten vermitteln zu können.

Dann ging es auch schon los. Der Abi-Jahrgang erzählte im Bekannten- und Verwandtenkreis von der Aktion und sammelte dabei gleich Bestellungen für die angebotenen Produkte wie Socken , Geschirrtücher, Seifen, Kalender und mehr. Pro Bestellung haben sich die Abiturienten dann vier Euro für die Abikasse dazu verdienen können.

Die Produkte werden von Sozialwerkstätten in der Freiburger Umgebung in blaue Boxen verpackt. "Man unterstützt also nicht nur ein gutes Projekt", so Benedikt Link, "sondern erhält dazu auch noch ein schön verpacktes und verantwortungsvolles Produkt". Hier sieht der Start-up-Gründer den Erfolg des Konzeptes: "Die Gruppe kann an einem Strang ziehen und dabei ihren Unterstützern eine Gegenleistung erbringen." Mit einem Spendenbetrag von 1068 Euro haben die Abiturienten ihre anfänglichen Ziele sogar weit übertroffen.

Schön verpackt: Die Bestellungen kamen in schicken blauen Geschenkboxen bei ihren Empfängern an.
Schön verpackt: Die Bestellungen kamen in schicken blauen Geschenkboxen bei ihren Empfängern an.