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Soziales oder Wirtschaft - das ist die Frage

Soziales oder Wirtschaft - das ist die Frage

Einen umfassenden Einblick in alle Schulformen gab es am KBBZ in Neunkirchen. Zudem präsentierte sich die Schülerfirma „More than a bag“. Viele Schüler interessierten sich für den dreijährigen Weg zum Abitur über das Berufliche Oberstufengymnasium.

Vielfältig präsentierte sich das Kaufmännische Berufsbildungszentrum (KBBZ) in Neunkirchen am Tag der offenen Tür. "Uns geht es heute vor allem darum, einen umfassenden Einblick in alle Schulformen zu gewähren", erklärte dazu Schulleiter Heiko Staub der SZ. Neben den verschiedenen etablierten Schulformen am KBBZ soll im kommenden Schuljahr sogar noch eine neue hinzukommen. Näheres dazu wusste Herman Schmit als Abteilungsleiter des Berufsschulzweigs am KBBZ. "Mit dem Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) werden wir erstmals Schülern eine Stütze bieten, die nach der Erfüllung der allgemeinen Vollzeitschulpflicht Schwierigkeiten haben, im Berufsleben Fuß zu fassen", so Schmit.

Neben Praktikumsberichten aus der Fachoberschule und Einsichten in die verschiedenen Fremdsprachen, die am KBBZ unterrichtet werden, sorgte außerdem das Junior-Projekt eines Oberstufenkurses für Aufsehen. Die Schüler hatten eine Firma gegründet, die Taschen aus Baumwolle vertreibt. Unter dem Titel "More than a bag" war vor allem der schonende Umgang mit der Umwelt ein Hauptanliegen für die Schüler , an dem saarlandweiten Wettbewerb teilzunehmen.

Vor einer Entscheidung standen dann zahlreiche Besucher, die sich für eine Anmeldung am Beruflichen Oberstufengymnasium des KBBZ interessierten. Dieser Schulzweig führt die Schüler innerhalb von drei Jahren zur allgemeinen Hochschulreife.

Zauberhut hilft bei Entscheidung

Zuvor muss dann aber zwischen Sozial- oder Wirtschaftszweig entschieden werden. Um die Formalitäten dieser Entscheidung interessanter zu gestalten, hatte sich Seminarfachlehrer Dominik Berdin zusammen mit seinen Schülern eine besondere Präsentationsmethode ausgedacht. Angelehnt an die bekannten "Harry-Potter"-Romane fällte ein Zauberhut in dem kurzen Theaterstück für die Schüler die Entscheidung über die richtigen Kurse. Die Botschaft: Vertraue auf deine Stärken bei der Fächerwahl. Das kam bei den Besuchern gut an. "Mich interessiert vor allem der soziale Bereich des Oberstufengymnasiums", verriet die Realschülerin Tijda Geyik aus Neunkirchen .