Sirenen heulen durch die City

Jährliche Sicherheitsübung im Saarpark-Center verläuft reibungslos.

Die Lautsprecherdurchsagen in den Parkhäusern. Diese Sirene, die alle Minute heult. Am Mittwochmorgen herrschte rund um das Saarpark-Center in Neunkirchen eine befremdliche Atmosphäre. Menschen stehen vor den Türen des Centers. An den Eingängen wachen Mitarbeiter des Einkaufstempels, haben gelbe Leibchen umhängen, auf den "Räumungshelfer" geschrieben steht. An ihnen kommt niemand vorbei. Sie wirken ruhig und gelassen, erklären, dass das Center wegen technischer Mängel geräumt werden musste. Zu Übungszwecken - wie sich erst später herausstellte.

"Um 9.30 Uhr gab es eine erste Durchsage", erklärt Center-Managerin Nicole Keller. Eine interne wohlgemerkt. Die Kunden, die ab 7.45 Uhr im Center sein dürfen, haben sie wohl eher kaum wahrgenommen. Dafür die 20 Räumungshelfer, die im Center in den verschiedensten Läden arbeiten. "Wir schulen diese Mitarbeiter in Sachen Sicherheit vier Mal im Jahr", erklärt Keller. Da sei eine Übung natürlich angebracht. "Ein Mal im Jahr machen wird eine." Ohne Vorankündigung: "Wir wollen ja realistische Bedingungen", erklärt Keller. Wüssten Kunden und Mitarbeiter bereits zuvor von der Übung, wäre sie nur halb so viel wert.

Um 10.40 Uhr, also zehn Minuten nach der ersten Durchsage, standen die Helfer an den Türen der Eingänge, begleitet von einer Durchsage, dass die Kunden das Center wegen technischer Mängel räumen sollten. "Nach zehn Minuten war das Center leer", weiß Nicole Keller. Eine gute Zeit. "Alles lief reibungslos", sagt die Center-Managerin. Um 10.11 Uhr ließen die Helfer die Menschen wieder in den Einkaufstempel. Danach verstummten die Durchsagen und Sirenen wieder.