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Sie büffelten vor 50 Jahren am Krebsberg

Sie büffelten vor 50 Jahren am Krebsberg

Wiedersehen nach einem halben Jahrhundert: Ehemalige Schüler des Neunkircher Gymnasiums zählten 1967 zur Abschlussklasse.

Das Gymnasium am Krebsberg in Neunkirchen schätzt seine Ehemaligen: Zum 50. Jahrestag ihres Abiturs versammelte sich die Abschlussklasse von 1967 gestern noch einmal an ihrer alten Schule. Dort erwartete die Ehemaligen neben jeder Menge Veränderungen an der Schule selbst auch eine Führung: Konrektor Gerd Mutscheller zeigte den 22 Herren das Schulgebäude.

"Wir freuen uns natürlich über jedes Gesicht von früher. Wenn es aber so lange her ist, wie in diesem Fall, dann ist das schon etwas ganz Besonderes", erklärte Mutscheller. Besonders war auch der Umstand, dass sich unter den ehemaligen Schülern auch ein Lehrer von damals befand: Dieter Trost hatte die Herren - denn damals war das Gymnasium am Krebsberg noch eine reine Jungenschule gewesen - bis zum Abitur als Fachlehrer für bildende Kunst begleitet.

Die Abiturienten waren aus der ganzen Bundesrepublik angereist, um sich ihre alte Schule noch einmal genauer anzusehen. Den weitesten Weg hatte dabei wohl Martin Stein zurücklegen müssen. Der hatte nach Abitur und Studium seine Berufung als Lehrer auf der Ostseeinsel Fehmarn gefunden, wo er seit 1977 lebt. Zusammen mit seinen ehemaligen Klassenkameraden staunte er nicht schlecht über die moderne Ausstattung, die längst zum Alltag im Gymnasium am Krebsberg gehört: mehrere Computersäle, digitale Bildtafeln, die über den Vertretungsplan Auskunft geben und jede Menge Raum für Kreativität in Form von Musiksälen und Ruheräumen gab es zu sehen.

Die ein oder andere Erinnerung an die Schulzeit löste auch die Aula der Schule aus. Dort, wo die ehemaligen Schüler 1959 noch vom Schulleiter persönlich bei ihrer Aufnahme am Krebsberg begrüßt wurden, ist jetzt Prüfungsstress angesagt.

"Hier haben vor rund zwei Wochen noch rund 100 Abiturienten ihre schriftlichen Prüfungen abgelegt", berichtete Konrektor Mutscheller seinen Gästen. Und die sind seit ihrem Schulabschluss stets in Kontakt geblieben.

"Das wurde damals vor allem von Hans-Dietrich Dietz, Werner Hillen und Arnold Pulvermüller in die Wege geleitet. Anfangs trafen wir uns alle fünf bis zehn Jahre, mittlerweile schon alle zwei bis drei Jahre", erzählte Karl-Wilhelm Ecker der SZ.

Er war im Abschlußjahr der Klassensprecher des Jahrgangs und bemerkte beim Betreten des alten Schulgebäudes vor allem eines: "Irgendwie fehlt der alte Schulgeruch. Aber dafür erinnert man sich vor allem an die Lehrer, das waren richtige Originale damals. Da hatte jeder einen Spitznamen. Das war so eine Tradition, die sich schon in den vorherigen Jahrgängen eingebürgert hatte", so Ecker.

Am Ende trafen sich dann alle im Klassenarbeitsraum der Schule. Dort wurde bei einem Glas Sekt auf die alte Schulzeit angestoßen - und auch festgestellt, dass das Gymnasium am Krebsberg durchaus eine prägende Rolle im Leben der Abiturienten von einst eingenommen hat: Von den 23 Abiturienten haben immerhin zehn den Lehrerberuf gewählt.