| 00:00 Uhr

Sebastian Hackel sang sich in die Herzen des Neunkircher Publikums

Neunkirchen. . Leider waren es nicht sehr viele, die am Samstagabend den Weg in die Stummsche Reithalle gefunden haben. Manche werden sich bei der Ankündigung des Konzertes Sebastian Hackel und Band gefragt haben, wer das eigentlich ist. Aber zunächst trat der Saarländer Alex Kreutzer als Vorprogramm auf oder, wie er es formulierte, "als Support". Mit akustischer Gitarre , einer schönen Stimme, mit deutschen Texten und wenigen Worten ("Ich will gar nicht viel reden, will einfach nur spielen") sang er von Menschen auf der Verliererseite, von Einsamkeit, Träumen und Trennung. Nichts davon ist fiktiv, alles ist selbst erlebt und selbst gefühlt. Nach Kreutzers kraftvollem, manchmal leider etwas zu lautem Auftritt betrat Sebastian Hackel die Bühne, ein junger Mann mit blonden Rastalocken. Ebenfalls mit akustischer Gitarre , melancholisch angehauchten Melodien, poetischen Texten und einer warmen, angenehmen Stimme begeisterte er sein Publikum. Sympathisches "Verzetteln" iri

. Leider waren es nicht sehr viele, die am Samstagabend den Weg in die Stummsche Reithalle gefunden haben. Manche werden sich bei der Ankündigung des Konzertes Sebastian Hackel und Band gefragt haben, wer das eigentlich ist. Aber zunächst trat der Saarländer Alex Kreutzer als Vorprogramm auf oder, wie er es formulierte, "als Support". Mit akustischer Gitarre , einer schönen Stimme, mit deutschen Texten und wenigen Worten ("Ich will gar nicht viel reden, will einfach nur spielen") sang er von Menschen auf der Verliererseite, von Einsamkeit, Träumen und Trennung. Nichts davon ist fiktiv, alles ist selbst erlebt und selbst gefühlt.

Nach Kreutzers kraftvollem, manchmal leider etwas zu lautem Auftritt betrat Sebastian Hackel die Bühne, ein junger Mann mit blonden Rastalocken. Ebenfalls mit akustischer Gitarre , melancholisch angehauchten Melodien, poetischen Texten und einer warmen, angenehmen Stimme begeisterte er sein Publikum.

Sympathisches "Verzetteln"


Wer also ist Sebastian Hackel? Ein 25-jähriger, junger Mann mit ernsten, ausgefeilten Texten, die sich am Ende der Zeile auf wundersame Weise reimen, der sich in seiner Musik sehr wohlfühlt und eher schüchtern wirkt, wenn er mit seinem Publikum spricht. Dann verzettelt er sich und scheint manchmal nicht mehr weiter zu wissen, was ihn umso sympathischer macht. Er erzählte von seinem Konzert in Neunkirchen vor zwei Jahren, als eine Frau im Publikum saß, die so laut und ansteckend lachte, dass alle mitlachen mussten. Das fand er ausgesprochen "kurios", denn "ich bin echt nicht lustig. Da stand ich mit meinen traurigen Liedern auf der Bühne und alles lachte". Nein, lustig ist er nicht, Witze kann er auch nicht erzählen, aber sich in die Herzen der Menschen singen, das kann er.

Andächtig lauschte das Publikum seiner Musik, klatschte begeistert und ließ ihn ohne Zugabe nicht gehen. Die Bandmitglieder verließen die Bühne, und mit den Titeln "Tageszeitenkurier" und dem Schlaflied "Elefant" ging ein ausgezeichnetes Konzert zu Ende.