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Schwalbenschwanz auf Wohnungssuche

Schwalbenschwanz auf Wohnungssuche

Der Nabu Unteres Illtal appelliert an Gartenbesitzer, Überdüngung zu vermeiden und Futterpflanzen vorzuhalten.

Im Mai fliegt die erste Generation des Schwalbenschwanzes, teilt der Naturschutzbund (Nabu) Unteres Illtal mit. Es sind die Tiere, die als Puppe den Winter überdauert haben. Auf der Suche nach sogenannten Doldenblütlern legen sie große Strecken zurück. Wer in seinem Garten jetzt Fenchel, Dill, Peterling oder Möhre hat, alles Vertreter dieser Pflanzenfamilie, heißt es in der Pressemitteilung weiter, kann mit etwas Glück unseren wohl prächtigsten heimischen Schmetterling zur Eiablage an diese Futterpflanzen locken. Doch keine Angst, der Falter legt jeweils nur ein Ei, aus dem eine Raupe schlüpft, die sich an den Blättern gütlich tut, so der NABU weiter.

Die Raupen treten nie in Massen auf und können keinen nennenswerten Schaden verursachen. Sie sind charakteristisch gefärbt und mit ihren schwarzen Querstreifen und orangenen Punkten auf grünem Grund eine unverwechselbar schöne Augenweide, so Markus Schaefer vom Nabu.

Der Schwalbenschwanz, eine wärmeliebende Art, kam von Natur aus in unseren Gefilden eher selten vor. Die Überdüngung vieler Wiesen und der frühe Silageschnitt bedeuten das Aus für Raupen und Eier, was zum Rückgang dieser Art führt, so der Nabu

Deswegen sollte man ihm in den Gärten eine zweite Heimat geben, ihm seine Futterpflanzen am besten an sonnigen Standorten zur Verfügung stellen. Pastinak, Kleine Bibernelle oder Kümmel im Kräuterbeet erfüllen den gleichen Zweck. Und vor allem sollte man im Herbst den Garten nicht so sehr aufräumen. Denn im Schutze verwelkter Pflanzen überwintern die Puppen, die Faltergeneration fürs nächste Jahr, so der Nabu.