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Sandro Bertucci trainiert die Erste des SC Ludwigsthal

SC Ludwigsthal : Bertucci will mit noch weiter nach vorn

Die erste Mannschaft des SC Ludwigsthal sieht der erfolgsverwöhnte Trainer noch weiter vorn.

Der SC Ludwigsthal hat in dieser Saison zwei aktive Fußball-Mannschaften am Start. Die Zweite ist in der Kreisliga A Saarpfalz beheimatet und belegte bis zur Saisonunterbrechung aufgrund der Corona-Pandemie nach vier Spielen mit neun Punkten den fünften Tabellenplatz. Und die Erste ist in der Bezirksliga Neunkirchen am Start. Dort holte man aus fünf ausgetragenen Begegnungen neun Zähler, was aktuell Rang acht bedeutet. Die Ludwigsthaler haben allerdings mit bereits 26 erzielten Treffern die bislang meisten Tore sämtlicher Teams bejubelt. Siege gab es beim SC Eiweiler (7:0), zu Hause gegen den SV Spiesen (5:0) sowie bei der SG Thalexweiler-Aschbach II (10:1). Jeweils vor eigenem Anhang wurden die Partien gegen den SV Göttelborn (3:4) und den VfB Heusweiler (1:2) verloren. Und im Saarlandpokal-Heimspiel gegen den momentanen Verbandsliga-Spitzenreiter SV Hellas Bildstock (3:7) konnten die Ludwigsthaler Spieler lange Zeit gut mithalten.

Die Erste wird von Sandro Bertucci trainiert und die Zweite von Hartmut Hoppstädter. Eigentlich hätte man beim SC Ludwigsthal im Jahr 2020 das 100-jährige Vereinsbestehen gefeiert. Die Feierlichkeiten sollen allerdings in diesem Jahr nachgeholt werden, und dann auch die Neunkircher Fußball-Stadtmeisterschaften im Freien in Ludwigsthal ausgetragen werden. Natürlich nur, wenn die Pandemie das zulässt. Bertucci ist 38 Jahre alt und wohnt in Rentrisch. Er ging aus dem TuS Wiebelskirchen hervor und spielte ab den D-Junioren für Borussia Neunkirchen. In der B-Jugend zog es ihn wieder nach Wiebelskirchen zurück. Da es dort später keine eigene A-Junioren-Mannschaft mehr gab, ging es zunächst beim SV Furpach weiter. In Furpach begann auch die Aktivenlaufbahn von Bertucci. „Dort durfte ich auch Stefan Kuntz kennenlernen“, erinnert sich Bertucci. Weiter ging es dann für Bertucci bei Italsud Neunkirchen, beim SC Heiligenwald, TuS Steinbach, FC Rastpfuhl, FC Kutzhof, wiederum FC Rastpfuhl sowie SC Olympia Calcio Neunkirchen. Anschließend sei der erste Berührungspunkt mit dem SC Ludwigsthal erfolgt – allerdings nur als Spieler. Auch beim TuS Rentrisch agierte der heute 38-Jährige nur als Akteur. „Dann zog es mich nach Ludwigsthal zurück, wo ich zunächst noch Spielertrainer war. Hüftprobleme haben mich dann dazu gezwungen, nur noch als Trainer zu agieren“, sagt Bertucci. Unter seiner Trainerregie errang der SC Ludwigsthal in der Saison 2017/18 in der Kreisliga A Bliestal vor dem SV Kirkel und dem FC Palatia Limbach II die Meisterschaft. Bertucci gönnte sich dann familiär bedingt eine Auszeit, ehe ihn die Ludwigsthaler Verantwortlichen zurückholten. In der vorzeitig abgebrochenen Corona-Spielzeit 2019/20 sprang in der Bezirksliga Neunkirchen ein beachtlicher vierter Tabellenplatz heraus. Auch aktuell läuft es trotz zweier Niederlagen nicht schlecht. „Wenn es dann weitergeht, wollen wir oben mitspielen“, betont der Ludwigsthaler Trainer. Das Verhältnis zum engagierten Vorstandsteam und auch zu Zweitmannschafts-Trainer Hoppstädter sei sehr gut. Sowohl Hoppstädter als auch er hätten bereits ihre Verträge im Hinblick auf die kommende Saison verlängert.

Wenn beim SC Ludwigsthal Arbeit zu verrichten ist, packen viele Ehrenamtler gerne mit an. Foto: Stefan Holzhauser/STefan Holzhauser
Sandro Bertucci Foto: Stefan Holzhauser/Stefan Holzhause

„Für die nächste Saison planen wir auf jeden Fall mit dem bestehenden Kader, der nur punktuell verstärkt werden soll. Sehr froh sind wir auch über die Kooperation mit dem SV Furpach. Das passt richtig gut“, betont der SCL-Coach. Beim SV Furpach wird auf einem Kunstrasenplatz gespielt, und beim SC Ludwigsthal auf Naturrasen.