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Katastrophenschutzübung
Saarstahl ist für Ernstfall gewappnet

Auch die Werkfeuerwehr des Neunkircher Saarstahl-Werks war bei der Übung voll eingespannt.
Auch die Werkfeuerwehr des Neunkircher Saarstahl-Werks war bei der Übung voll eingespannt. FOTO: Ines Oberhofer
Neunkirchen. Auf dem Gelände des Neunkircher Werks übten 150 Einsatzkräfte das Zusammenarbeiten bei einer Gefahrenlage.

Alle fünf Jahre findet im Landkreis Neunkirchen eine Katastrophenschutzübung statt, um das Zusammenspiel verschiedener Einheiten bei Großschadenlagen zu trainieren. In diesem Jahr stellte Saarstahl Neunkirchen Teile seines Werkgeländes zur Verfügung, damit die rund 150 Einsatzkräfte am vergangenen Samstag anhand eines fiktiven, anspruchsvollen Szenarios die Abläufe aufeinander abstimmen konnten. Beteiligt waren die Katastrophenschutzeinheiten und der ABC-Zug des Landkreises Neunkirchen, das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft und natürlich die Werkfeuerwehr Saarstahl Neunkirchen.


In der Tat wartete eine äußerst vielschichtige Gefahrenlage auf die Einheiten: Infolge einer Kollision eines Gabelstaplers mit einer Gasleitung kommt es in einer Verladehalle durch ausströmendes Erdgas zur Explosion und es brechen mehrere Brände aus. Teile des Daches stürzen ein, ein gerade einfahrender Güterzug verliert durch eine Notbremsung seine Ladung, ein vorbeifahrender Wagen kollidiert mit dem Zug. Lokführer und Pkw-Fahrer sind verletzt ebenso wie einige Mitarbeiter, die sich in der Halle befinden und denen der Fluchtweg durch Feuer und Rauchentwicklung versperrt ist. Und als wäre das nicht schon genug, werden Behälter mit Gefahrenstoffen (Reinigungsmittel) durch herumfliegende Trümmer beschädigt und es treten die darin befindlichen Chemikalien aus.

Brandbekämpfung, Menschenrettung, Eindämmen von Gefahrstoffen, technische Hilfeleistung, Wasserversorgung, Betreuung der Verletzten – eine derartige angenommene Großschadenlage stellt höchste Anforderungen an die Einsatzleitung und alle involvierten Einheiten. Umso wichtiger ist ein regelmäßiges Training, das in diesem Jahr bewiesen hat, dass alle Beteiligten auf noch so komplizierte Gefahrenlagen bestens vorbereitet sind.