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Saarländischer Filmemacher-Abend in Neunkirchen

Neunkirchen : Eine Bühne für Filmemacher

Einheimische Filme eröffnen traditionell die Finalistenwoche der Rohrbach-Filmpreis-Verleihung. Der Eintritt ist frei.

Er ist ein kleines bisschen jünger als der Günter-Rohrbach-Filmpreis.  Der Saarländische Filmemacher-Abend wurde erst im zweiten Jahr der Preisverleihung ins Leben gerufen, findet damit in diesem Jahr zum siebten Mal statt. Der Filmpreis wird zum achten Mal verliehen. Traditionell läutet der Filmemacher-Abend die Woche der Preisverleihung ein. Dieses Jahr ist der 28. Oktober der Termin. Wie Oberbürgermeister und Jury-Mitglied Jürgen Fried bei der Vorstellung des Preis-Verleihungs-Programms meinte, habe man schnell gemerkt, „dass man im Saarland mehr für Filmschaffende tun müsse“. Der Filmemacher-Abend bietet seit sieben Jahren eine Plattform für saarländische Filmschaffende. Auch in diesem Jahr werden laut Fried wieder 20 bis 30 saarländische Filmleute zu diesem sonntäglichen Start in die Finalistenwoche kommen.

In diesem Jahr stehen die Filme quasi unter dem Motto: Gedreht in Neunkirchen. Fried freut das, dass Neunkirchen nicht nur Filmemacher hervorbringt und unterstützt und Geburtsstadt des großen Produzenten Günter Rohrbach ist, sondern auch „immer wieder gerne Drehort“. Der Filmemacher-Abend – bei freiem Eintritt dieses Mal und in der Stummschen Reithalle – hat drei Filme im Angebot. „Fast komplett in Neunkirchen gedreht“ wurde der Kurzfilm „La Ruche – Die Beute“ von Oona von Maydell.   Der Kurzfilm hatte seine Uraufführung in diesem Jahr beim Max-Ophüls-Festival. Hauptdarstellerin ist Lana Cooper, die im vergangenen Jahr den Darstellerpreis beim Günter-Rohrbach-Filmpreis für ihre Rolle in „Beat Beat Heart“ bekommen hatte.

Als Zweites werden die Besucher den dritten Teil von „Unter Tannen“ sehen. Regie hatte Thomas Scherer. „Wir wollen hier gerne eine Bühne für den Bexbacher bieten und Thomas Scherer gerne unterstützen“, sagt Fried. Ausgestrahlt wurde „Unter Tannen“ im SR-Fernsehen. Die Mini-Serie im saarländischen Dialekt zeigt die Geschichte über einen Millionen-Fund im Wald in drei Folgen.

Dritter im Film-Bunde des Filmemacher-Abends ist ein Dokumentarfilm. Der Titel lautet „Sommer im Garten“. Filmemacherin Nora Mazurek hat ihren Opa im Garten beobachtet.

Diskussionen im Anschluss an den Filmemacher-Abend sind durchaus erwünscht. Und im jetzigen Ambiente auch gut möglich. Einer der Gründe, warum man vom Kino in die „durch die Tische und Stühle geselligere“ Reithalle umgezogen ist. Auch für die Präsentation der Finalistenfilme. Die fünf Filme, die  um den Hauptpreis, den Darstellerpreis und die drei Sonderpreise „kämpfen“ werden ab Montag gezeigt. Los geht es am 29. Oktober, 18 Uhr, mit „Gundermann“ (Regie Andreas Dresen). Es folgt am Dienstag, 30. Oktober, 18 Uhr, „Das schönste Mädchen der Welt“ (Regie: Aron Lehmann). Mit „In den Gängen“ (Regie Thomas Stuber) geht es am Mittwoch, 31. Oktober, 18 Uhr weiter. Am Donnerstag, 1. November, kommen gleich zwei Finalistenfilme auf die Leinwand. Um 18 Uhr wird „Back for Good“ (Regie Mia Spengler) gezeigt, um 20 Uhr „Styx“ (Regie Wolfgang Fischer). Anlässlich des 90. Geburtstages von Günter Rohrbach ist am Dienstag, 30. Oktober, im Anschluss an den Finalistenfilm der Dokumentarfilm „Der Produzent Günter Rohrbach — Ich habe mich immer eingemischt“ zu sehen.  Hierzu ist der Eintritt kostenlos. Die Tickets für den Besuch der Finalistenfilme kosten 5,50 Euro pro Film. Ein Sammelticket für alle fünf Filme gibt es zum Preis von 25 Euro. Karten gibt es an der Abendkasse, an der Rathausinfo oder unter Telefon (0 68 21) 202-111 oder -121.

Seit einigen Jahren ist auch die Verleihung des Günter-Rohrbach-Filmpreises öffentlich. Karten zu der Verelihung am Freitag, 2. November, 20 Uhr, in der Neuen Gebläsehalle gibt es für 30 Euro. Im Eintritt zur Gala ist ein Umtrunk und Imbiss enthalten. Karten hierzu gibt es unter Ticket-regional.de oder über die Ticket-Hotline (06 51) 97 90-777.