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Saarknappenchor zeigte sich stimmgewaltig

Saarknappenchor zeigte sich stimmgewaltig

Der Saarknappenchor hat jüngst in Furpach ein gelungenes Konzert gegeben. Die 35 Sänger brachten nicht nur das Liedgut der Bergleute, sondern auch Volkslieder, Balladen und Gospel-Lieder zu Gehör.

Auch wenn 2012 das letzte saarländische Bergwerk geschlossen wurde, die Tradition des Bergbaus lebt weiter - zumindest musikalisch. Das zeigte am Sonntagnachmittag das Konzert des Saarknappenchors in der St.-Josefs-Kirche. Unter den engagierten Sängern des Chores konnte man auch einige jüngere Sänger sichten. Auf Einladung der Kolpingfamilie Wellesweiler gastierte der Saarknappenchor in Furpach und nahm die zahlreichen Besucher mit auf eine musikalische Reise durch ferne Länder und bergbauliches Liedgut.

Mit der Barbara-Hymne, arrangiert vom früheren Dirigenten des Chores Martin Berger, betraten die Knappen in schwarzer Uniform mit goldglänzenden Knöpfen die Kirche. Unter der Leitung von Matthias Rajczyk zeigten sich die rund 35 Sänger bei der alten erzgebirgischen Bergbau-Weise ,,Choral der Bergleute" sehr stimmgewaltig. Ebenso die Interpretation von "Signore delle cime", einem alten Bergsteiger-Lied von Giuseppe De Marzi, das der Saarknappenchor auch schon gemeinsam mit dem Montanara-Chor präsentiert hatte. Der Höhepunkt: die vier Gebete des heiligen Franziskus ("Quatre petites prières de Saint François d'Assise") von Francis Poulenc. Doppelchörig präsentierte der Chor den "Haec est die" des Renaissance-Komponisten Jacobus Gallus, um anschließend mit "Misere" des polnischen Komponisten Piotr Janczak in die Moderne zu schweifen.

Als Vorgeschmack auf die anstehende Reise des Saarknappenchores nach Südafrika standen drei afrikanische Titel auf dem Programm. Zarte Klänge gab es bei der von Matthias Rajczyk arrangierten Komposition "Sipiri". Mit "Deep River" wechselte der Chor zu Volksliedern und präsentierte mit "Danny Boy" eine angelsächsische Ballade, in der es um den Abschied von einem geliebten Menschen geht. Mit dem Gospelsong "Ride the Chariat" von Michael Schmoll beendete der Saarknappenchor das Konzert, das einmal mehr unter Beweis stellte, dass der Chor zu den besten Chören des Saarlandes zählt.