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Kirche
Runde diskutiert über Kirche und Wesen der Mission

Wiebelskirchen. „Bei der katholischen Kirche meint man oft, ‚Mission’ heißt, rauszugehen und die Menschen evangelisieren zu wollen“, sagt Claudia Busch, Gemeindereferentin in Wiebelskirchen. Zusammen mit Pastoralassistentin Yvonne Uebel hat sie zu einer Gesprächsrunde unter dem Thema „Missionarisch Kirche sein“ eingeladen.

Anlass der Runde war der Besuch des Missionskreuzes aus Bolivien, dem Partnerland des Bistums Trier.


„Mission heißt aber im eigentlichen Sinne erst einmal, einen Auftrag zu haben“, fährt Gemeindereferentin Claudia Busch fort. Dieser Auftrag stellt sich ganz unterschiedlich dar und ist von Person zu Person unterschiedlich. Einer der Teilnehmer der Gesprächsrunde erzählt: „Wenn ich im Leben stehe, stehe ich da mit meinem Auftrag. Meine Mitarbeiter, aber auch meine Kunden wissen von mir, dass ich katholisch bin. Das reicht schon. Die Menschen wissen, wer ich bin und was mich ausmacht.“ Eine andere Teilnehmerin berichtet: „Ich versuche auch nach außen hin zu zeigen, dass ich christlich handle.“

Dass der Begriff Mission immer noch negativ besetzt ist, mache die Arbeit damit sehr schwierig. „Mission ist weder geografisch eingeschränkt, noch etwas Europäisches, das von hier aus in die Welt getragen wird“, erläutert Uebel. „Mission ist überall, wo wir leben und sie ist Aufgabe aller getauften Menschen, nicht nur einiger ‚Berufsmissionare‘“.