Rund 1,7 Millionen für den Ortsteil vorgesehen

Ortsrat : Rund 1,7 Millionen Euro für den Ortsteil

Der Ortsrat für Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies wurde über den Haushalt informiert. Der größte Batzen geht in die Kita Freiherr vom Stein.

Was Klaus Herrmann am Dienstagabend im Ortsrat Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies zum städtischen Haushalt zu sagen hatte, hörte sich recht optimistisch an. Seinen Angaben zufolge wird sich das erwartete Ergebnis für 2018 noch erheblich verbessern und „2019 wird es erstmals möglich sein, einen Teil unserer Liquiditätskredite zurückzuzahlen“. Zwar gelte die Stadt Neunkirchen weiterhin als Haushaltssanierungskommune, erklärte der Leiter des städtischen Kämmereiamtes, „aber wir wir sind auf einem recht guten Weg“. Zusammen mit Eckhard Straßburger, dem Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft und Peter Städtler, dem Leiter der Tiefbauabteilung, ging Herrmann danach auf die geplanten Investitionen in den drei Stadtteilen ein. Im Finanzhaushalt 2019 sind für „Stadtteilbezogene Maßnahmen in Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies“ gut 1,7 Millionen Euro vorgesehen, in der Gesamtsumme mit Verpflichtungsermächtigungen und vorläufigen Ermächtigungsübertragungen stehen aber rund 4,8 Millionen Euro zur Verfügung.

522 000 Euro und damit der größte Brocken sind in diesem Jahr für den Neubau der Kindertagesstätte Freiherr vom Stein in Wiebelskirchen vorgesehen, 320 000 Euro sind für Baumaßnahmen an der Wiebelskircher Schillerschule eingeplant und 220 000 Euro sind für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Hangard veranschlagt. Der gleiche Betrag ist für die weitere Erschließung des Wohngebietes Rotenberg in Wiebelskirchen vorgesehen. 85 000 Euro sind im Investitionsplan für die Neugestaltung des Pirmin-Raber-Platzes in Hangard verfügbar.

Auf Antrag der Hangarder Projektgruppe Dorfentwicklung soll für diese Maßnahme ein Förderantrag an das Umweltministerium in Saarbrücken gestellt werden, um nach den Richtlinien zur Förderung der nachhaltigen Dorfentwicklung im Saarland Subventionen zu erhalten. Trotz der im Investitionsplan vorgesehenen Maßnahmen gab es im Ortsrat auch kritische Anmerkungen, weil einige Dinge aus dem Maßnahmenkatalog des Ortsrates, wie beispielsweise die Sanierung der Ohlenbachhalle und der Turnhalle in der Schillerschule, nicht berücksichtigt wurden. Ortsvorsteher Rolf Altpeter von der SPD warnte deshalb vor einem möglichen Investitionsstau und CDU-Ortsrat Klaus Charrois sprach sich dafür aus, nicht nur Großprojekte anzupacken, sondern „auch viele kleine Dinge, die dem Ortsrat und der Bevölkerung am Herzen liegen“, zu erledigen.

Tiefbauchef Peter Städtler machte deutlich, dass aus seinem Bereich „80 bis 90 Prozent des Maßnahmenkatalogs erledigt“ werden. „Aber die geforderte Stützmauer an der Oster in Hangard wird nicht gebaut“, erklärte Städtler und deshalb wollte der Hangarder CDU-Orts- und Stadtrat Karl Jung den Haushalt samt Investitionsprogramm bis 2022 auch nicht vorbehaltlos mittragen, sondern enthielt sich bei der Abstimmung. Im weiteren Verlauf der Sitzung im Wiebelskircher Feuerwehrgerätehaus informierte Ortsvorsteher Altpeter über den Stand der Vorbereitungen zur Seniorenfeier in Wiebelskirchen am 7. April. Ein Antrag der SPD-Fraktion im Ortsrat, wonach die Geschwindigkeit in der Keplerstraße in Wiebelskirchen auf 30 Stundenkilometer festgesetzt werden soll, wird an die Verwaltung weitergeleitet.

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