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Rotary-Club Neunkirchen spendet für das Projekt „Kinder lernen Deutsch“

Scheckübergabe in Wellesweiler : Damit es mit Sprache und vielem mehr besser klappt

Zum 15. Mal ermöglichen die Neunkircher Rotarier mit ihrer 10 000-Euro-Spende das Projekt „Kinder lernen Deutsch“.

Ohne Sprache geht gar nichts. Aber für die 46 Mädchen und Jungen mit und ohne Migrationshintergrund, die letztes Jahr an den Grundschulen Wiebelskirchen und Wellesweiler in den Genuss von 700 Förderstunden kamen, geht jetzt schon deutlich mehr. Zu verdanken ist das dem Rotary-Club Neunkirchen. In guter Tradition spenden dessen Mitglieder seit 2007 jährlich 10 000 Euro für das Projekt „Kinder lernen Deutsch“. So auch im Jahr 2021.

Die Maßnahme wende sich an Kinder mit sowohl geringen als auch fortgeschrittenen Kenntnissen, erläuterte Thomas Hans, Beigeordneter der Kreisstadt Neunkirchen. Auf altersgerechte Art und Weise gelingt es den Förderlehrerinnen Isabella Zurkowska-Weis und Susanne Brill, den Zugang zur deutschen Sprache zu erleichtern. Dafür trainieren sie in Kleingruppen spielerisch den Wortschatz. Eingeübt werden mit den Grundschülern auch kindgemäße Ausdrucksweisen in konkreten Lebenssituationen. „Der Nutzen reicht dabei weit über den reinen Spracherwerb und Lesefähigkeit hinaus“, betonte Hans. Gewinnen die jungen Teilnehmer doch nebenbei an Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit, sprich, ihnen wird das Erfolgserlebnis zuteil, etwas erreichen zu können. Womit das genaue Gegenteil von „erlernter Hilflosigkeit“ eintrifft, die immer dann auftrete, wenn man Kinder mit ihren Defiziten konfrontiert und ihr Bemühungen und Anstrengungen entwertet.

„Neben dem Einsatz für soziale und kulturelle Projekte ist das Thema Bildung – und wie man Bildungschancen verbessern kann – ein wichtiges Anliegen von Rotary“, ergriff Wolfgang Zapp beim Ortstermin in Wellesweiler anschließend das Wort. Deshalb freue es ihn besonders, „als 15. Präsident in Folge“ den Scheck überreichen zu dürfen. „Wie wir alle wissen, sind gute Sprachkenntnisse der Schlüssel zum Erfolg in der Schule und zum Eintritt in die Gesellschaft“. Als „Bindeglied zwischen Schule und Club“ fungiert Heinz Walbrodt. „Du bist von Anfang an dabei“, würdigte Zapp sein Engagement. „Respekt!“

Über eine ähnliche Konstanz der Unterstützung „würde ich mich auch von Seiten des Ministeriums freuen“, äußerte der Rektor der Schillerschule, Patric John. Doch dort erlebe man stattdessen, dass Hilfen mal gewährt, dann wieder zurück gefahren würden. Ohne die Rotarier stünden im Übrigen viele Familien sprichwörtlich im Regen. Dolmetschen die Kinder doch oft für ihre Eltern. Wie John zudem anmerkte, sind die Projektteilnehmer „oft die besten Leser in ihren Klassen“ und schaffen gar nicht selten „den Sprung aufs Gymnasium“. Die Schüler selbst erlebt er „als sehr dankbar für den ermöglichten sprachlichen Schub“.

Kollegin Petra Peifer, Leiterin der Grundschule Wellesweiler, honorierte ebenfalls die Erfolge der „liebgewonnenen“ Maßnahme: „Viele kleine Fortschritte summieren sich zu einem Riesenfortschritt.“ Auch zeitige das Projekt Hilfestellung im Alltag. Herzlich dankte Petra Peifer dafür den beiden verantwortlichen Pädagoginnen, die sich „rührend um unsere Schützlinge kümmern“.