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Rohrbach-Filmpreis für Tatortkommissar?

Rohrbach-Filmpreis für Tatortkommissar?

45 Filme gingen in den Wettbewerb, vier schafften es ins Finale und einer wird triumphieren, wenn am 7. November in Neunkirchen mit Glanz und Gloria der Günter-Rohrbach-Filmpreis verliehen wird. Schauspielerin Barbara Auer, Oberbürgermeister Jürgen Fried und drei weitere Jury-Mitglieder haben in München diskutiert und entschieden.

Im "Bayrischen Hof" in München ist am Freitag die Entscheidung gefallen: Aus acht mach' vier lautete zunächst die Aufgabe für die Jury des "Günter Rohrbach Filmpreises 2014". Im vierten Jahr seines Bestehens hat der Filmpreis für die Wettbewerber weiter an Zugkraft gewonnen: 45 Filmbeiträge wurden diesmal eingereicht. Bei der gestrigen Vorstellung der Finalistenfilme im Rathaus mutmaßte der städtische Öffentlichkeitsarbeiter Markus Müller sogar: "Die Bedeutung des Preises zu betonen, hieße Eulen nach Athen tragen!" Die Stadt hatte ihn bekanntlich 2011 ins Leben gerufen zu Ehren des aus Neunkirchen stammenden Dr. Günter Rohrbach , einem der bedeutendsten Produzenten in der deutschen Filmlandschaft.

Die Wettbewerbsbeiträge müssen deutschsprachige Produktionen in Spielfilmlänge sein und mit dem Themenbereich "Arbeitswelt und Gesellschaft" verknüpft sein. Die 45 Einsendungen hatte eine Vorjury auf acht Filme "eingedampft", die jetzt von der Jury in München auf ihre Preiswürdigkeit hin abgeklopft wurden. Aus vier mach' eins war der finale Schritt: Wer den mit 10 000 Euro dotierten Rohrbach-Filmpreis erhält, steht für die Jury fest, doch die schweigt wie ein Grab bis zur Verleihungsgala am 7. November in der Gebläsehalle. Neben dem Hauptpreis werden ein Preis für den besten Darsteller (dotiert mit 5000 Euro) und zwei Sonderpreise (3500 und 2500 Euro) vergeben.

Die fünfköpfige Jury habe intensiv, aber zügig beraten, berichtete gestern Gremiums-Mitglied Jürgen Fried ("Ich habe die Laien-Sicht vertreten"). Der Oberbürgermeister lobte die "angenehme Zusammenarbeit" mit Jury-Chefin Barbara Auer : "Eine Top-Schauspielerin ohne Allüren!" Auer hatte 2012 selbst die Darsteller-Auszeichnung des Rohrbach-Filmpreises erhalten. Zu den Entscheidern gehörte auch Peter Herrmann, er hat unter anderem den Film "Nirgendwo in Afrika" produziert, der 2003 oscarprämiert wurde. Die Jury komplett machten SR-Programmleiterin Andrea Etspüler und SZ-Filmredakteur Thomas Reinhardt.

Das finale Film-Quartett, unter dem der Preisträger zu finden ist, besteht aus dem Drama "Der Fall Bruckner" (Regie: Urs Egger ), in dem Corinna Harfouch als Jugendamtsmitarbeiterin einer Kindesmisshandlung nachgeht. Der Episoden-Film "Traumland" (Regie: Petra Volpe), in dem auch SR-Tatortkommissar Devid Striesow mitwirkt, verknüpft Schicksale in der Züricher Strich-Szene. Das Drama "Westen" (Regie: Christian Schwuchow) zeigt wie eine Ostberlinerin nach ihrem Übersiedeln in den Westen in die Mühlen des CIA gerät. In der grotesken Komödie "Zeit der Kannibalen" (Regie: Johannes Naber) schließlich - wiederum mit Devid Striesow sowie Sebastian Blomberg und Katharina Schüttler - geraten Business-Berater, die Großkonzerne auf Gewinnmaximierung trimmen, selbst in die Mechanismen des Marktes.

guenter-rohrbach-filmpreis.de

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Auf einen BlickDie vier Finalistenfilme werden in der Finalistenwoche vom 2. bis 6. November jeweils um 18 Uhr im Neunkircher Cinetower gezeigt. Tickets (5,50 Euro, Sammelticket 20 Euro) unter www.cinemas-nk.de oder Tel. (06821) 93 34 10. Den Auftakt der Finalistenwoche macht am 2. November wieder der "Saarländische Filmemacher-Abend", bei dem Kurzfilme von Marc Andre Misman ("Fürchtet euch nicht"), Emilie Cherlet ("Fair Trade") und Tom Wagner ("Frauke hat gesagt") gezeigt werden.Für die Verleihung des Günter Rohrbach Filmpreises am 7. November in der Gebläsehalle sind ab sofort Eintrittskarten für 30 Euro unter www.tivket-regional.de oder über die Hotline (0651) 97 90 777 erhältlich.