Rodungsarbeiten : „Gefahr im Verzug“ im Neunkircher Altseiterstal

Gefahr im Verzug – so stellte sich die Situation auf städtischen Grundstücken im Altseiterstal bezüglich des Baumbestandes dar. Waren doch dort innerhalb eines Monats zwei Bäume entwurzelt und umgefallen.

Was die Verwaltung der Kreisstadt zu „schnellstmöglichem Handeln“ veranlasste, wie die Stadtpressestelle mitteilt. Der erste Vorfall ereignete sich am 12. Mai hinter dem Anwesen Im Altseiterstal 98 – 104 an der Abbruchkante der ehemaligen Sandgrube und dem Plateau Schaumbergring, der zweite hinter dem Anwesen Auf Maien 14. Dort stürzte am 7. Juni eine gesunde Platane nach heftigem Wind um. Ursächlich dafür sind in beiden Fällen Bodenversagen und das Wuchsbild der Gehölze, wie eine Ortsbegehung ergab, so Jörg Gutmann vom Zentralen Betriebshof. „Dabei wurde festgestellt, dass die Verkehrssicherheit für die an den Bestand angrenzenden Wohngrundstücke nicht mehr gegeben ist. Es bestand dringender Handlungsbedarf.“

Viele der Bäume wiesen ein erhebliches „Schlankheitsproblem“ auf: Die Kronen waren im Verhältnis zu den dünnen Stämmen überproportional groß ausgebildet. Was sie besonders anfällig für Windwurf oder Stammbruch machte. Verstärkt wird der Effekt in dem konkreten Fall durch den leichten Sandboden, der den Wurzeln insbesondere nach Regenfällen zu wenig Halt bietet.

Um eine Gefährdung der angrenzenden Wohngrundstücke zu vermeiden, wurden einige Bäume – sogenannter Wildwuchs – unter Schonung des Unterholzes gefällt. Nach Auskunft des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz handelt es sich um eine Verkehrssicherungsmaßnahme, die keiner umweltrechtlichen Genehmigung bedarf. Astwerk und Stammholz verbleiben aus ökologischen Gründen auf dem Gelände, bietet es doch die Lebensgrundlage für eine Fülle von Tier- und Pflanzenarten und dient nicht zuletzt der Bodenverbesserung, teilt die Stadtpressestelle in einer Mitteilung mit.

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