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Rittmeister Karcher war der letzte private Besitzer des Hofguts Furpach

Furpach. . Ein ärgerlicher Fehler ist der Redaktion beim Zusammenkürzen des gestern erschienen Textes zum Luftbild von Furpach unterlaufen. Darauf hat ein aufmerksamer und historisch gebildeter Leser aufmerksam gemacht. bea

Natürlich hat die damalige Gemeinde Neunkirchen das Hofgut in Furpach im Jahr 1904 nicht von den Grafen von Nassau-Saarbrücken gekauft. Die gab es zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr, genauer seit der Französischen Revolution.

1904 gehörte das Gut dem Rittmeister a. D. Paul Karcher. An die letzten privaten Besitzer erinnert heute noch der Veranstaltungsraum Karchersaal im Gutsgebäude. Die Saarbrücker Kaufmanns- und Fabrikantenfamilie Karcher war nach 1806 in den Besitz des Gutes gekommen. Erstmals erwähnt wird Furpach im 13. Jahrhundert. Nach mehreren Besitzwechseln kam der allein noch bestehende Forbacherhof - so die frühere Schreibweise - unter die Herrschaft der Grafen von Nassau-Saarbrücken. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Hof verwüstet, 1665 wieder neu angelegt. 1899 nannte Karcher den Hof um, da es immer wieder zu Fehllieferungen in das nahe gelegene lothringische Forbach gekommen war. Ab sofort hieß das Gut Haus Furpach . Die Gemeinde Neunkirchen hatte 250 000 Mark für das Hofgut bezahlt. Noch bis 1963 wurde es landwirtschaftlich genutzt, danach verfiel es langsam. Im Jahr 1975 fand dann eine umfassende Sanierung statt. Heute sind hier ein Hotel, ein Resataurant und Eigentumswohnungen sowie der bereits erwähnte Karchersaal untergebracht. (Quelle: Wikipedia /HVSN)