Rezepte und Tipps Aktuell Hochzeit: Was Sie aus Löwenzahn alles machen können

Der Löwenzahn, saarländisch Bettseicher, steht zurzeit in voller Blüte. Das macht er noch bis Juni. Wer schlau ist, mäht nicht, sondern erntet – und kann so einiges aus der Pflanze machen.

 Diese Löwenzahn-Wiese findet man im Brühlpark in Theley, in Blickrichtung Kinderspielplatz.

Diese Löwenzahn-Wiese findet man im Brühlpark in Theley, in Blickrichtung Kinderspielplatz.

Foto: Elke Neis

Früher, da war das ganz selbstverständlich. Im Frühjahr machte sich – in der Regel der Herr des Hauses – an einem freien Nachmittag auf, von der besseren Hälfte mit Tasche und Messer ausgestattet, am besten die Kinder noch hinterdreingeschickt, um auf dem freien Feld „Bettseicher“ zu stechen. Den gab es dann als Salat. Und da das Stechen meist um die Osterzeit standfand – der Bettseicher, hochdeutsch Löwenzahn, lateinisch Taraxacum officinale, blüht von April bis Juni – gab es dann gerne Löwenzahn-Eiersalat. So lange, bis die Osterhasengaben aufgebraucht waren. Und auch schon mal darüber hinaus. Gestochen wurde meist vor der Blüte, wenn aus denen mal Pusteblumen geworden waren, war es sowieso vorbei. Dann sollten man lieber den Löwenzahn nicht mehr essen. Das sagten die Alten. Vor dem weißen Saft im Stängel wurden die Kinder nochmal gesondert gewarnt. Die ließen schön ihre Finger und vor allem Münder davon, in Erwartung des sofortigen Tot-Umfallens beim Kontakt mit der weißen Milch.