1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Neunkirchen

Reiterverein Furpach ist auf Spenden angewiesen

Reiterverein Neunkirchen : Erst kam der Brand — dann kam Corona

Der gebeutelte Reiterverein Neunkirchen weiß nicht, wie er seine Probleme zurzeit alleine bewältigen soll. Hilfe sehr erwünscht.

Nach dem verheerenden Brand auf der Reitanlage am 23. Januar (wir berichteten) stellen die Auswirkungen der Corona-Krise den Reiterverein Neunkirchen (RVN) mit Sitz in Furpach vor neue Herausforderungen. „Wir waren stolz, nach dem Brand in einem eigens aufgebauten Zelt auf dem Außengelände wieder Reitstunden auf unseren vereinseigenen Schulpferden anbieten zu können“, informiert Dr. Hans-Joachim Götz, der Vorsitzende des rund 330 Mitglieder zählenden Vereins. Etwa 130 Kinder und Jugendliche kommen nach den Schätzungen des Vorsitzenden normalerweise zum Reitunterricht nach Furpach.

Doch als Folge der aktuellen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Krise muss der Verein seinen Schulbetrieb ruhen lassen. Dadurch fallen Reitstunden, Ferienkurse, Kindergeburtstage, Reitabzeichen und Theoriestunden weg. Dem Verein, der sich, wie Götz der SZ am Telefon erzählt, durch die Reduzierung der Reitstunden nach dem Brand finanziell ohnehin auf dünnem Eis bewegt, fehlen diese regelmäßigen Einnahmen. Ohne diese Gelder sei es schwierig, die Kosten für den Unterhalt der insgesamt elf Schulpferde zu finanzieren. Für jedes Schulpferd müssen nach Schätzung des Vereinsvorsitzenden etwa 340 Euro pro Monat aufgewandt werden. Ohne Hilfe werde man die Zeit des Wiederaufbaus wohl kaum überstehen können, sagt Götz. Auf der Facebook-Seite des Vereins gibt es laufend neue Informationen über die Situation und über Hilfsmöglichkeiten.

„Uns liegen unsere treuen Schulpferde sehr am Herzen. Wir möchten unsere tolle Truppe an zuverlässigen Vierbeinern gerne behalten, um unsere Reitschüler nach der Corona-Krise wieder wie gewohnt unterrichten zu können“, heißt es bei Facebook beispielsweise. Die Reithalle soll nach den Worten des Vorsitzenden voraussichtlich bis zum Jahresende 2020 oder Anfang 2021 wieder betriebsbereit sein, danach werde auch die Reiterklause wieder instandgesetzt.