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Politik: Rat skizziert Zukunft des maroden Ellenfelds

Politik : Rat skizziert Zukunft des maroden Ellenfelds

Oberbürgermeister Jürgen Fried stellt eine Lösung „mit Sicherheit noch in dieser Legislaturperiode“ in Aussicht.

Am Mittwoch ging es im Stadtrat auch um die Zukunft des Ellenfeldstadions. „Das Ellenfeld ist ein Thema, das uns in nächster Zeit beschäftigen wird“, meinte dazu Oberbürgermeister Jürgen Fried. Anlass für die Aussprache im Stadtrat war eine Resolution der Fraktionsgemeinschaft Die Grünen/FDP zur Sanierung des Stadions. Darin wird die Stadt aufgefordert, eine Lösung zu suchen sowie Gespräche mit Land und Bund im Hinblick auf mögliche Zuschüsse zu führen. Siegfried Schmidt (FDP) begründete die Initiative: „Wir wollen erreichen, dass die Verwaltung alles unternimmt, um ähnlich wie Saarbrücken für den Ludwigspark und St. Wendel für den Bau einer Großsporthalle Landeszuschüsse zu erhalten“. Entsprechende Gespräche habe es schon gegeben, erklärte der Oberbürgermeister und er sagte weiter: „Es liegt das Gutachten eines Ingenieurbüros mit einem Investitionsbedarf von 3,1 Millionen für die Sanierung und 1,6 Millionen für den Rückbau des Stadions vor. Daran wird deutlich, dass es ohne Hilfe anderer nicht gehen wird.“

Fried machte auch klar, dass das Stadion einer multifunktionalen Nutzung zugeführt werden müsse und dazu würden derzeit Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen von Borussia Neunkirchen geführt. „Wir werden das Problem mit Sicherheit noch in dieser Legislaturperiode lösen“, gab sich der Verwaltungschef zuversichtlich. Auch dessen Fraktionskollege Claus Hoppstädter glaubt, dass ohne Hilfe von außen nichts zu machen ist. Seine Ansicht: „Es wird mit dem Ellenfeld nur dann weitergehen, wenn die Unterstützung Dritter gewährleistet ist.“ Der gelb-grünen Resolution erteilte Hoppstädter eine Absage. „Der Oberbürgermeister war in dieser Angelegenheit schon mehr unterwegs, als er müsste“, meinte der SPD-Stadtrat, „und deshalb ist diese Resolution nicht erforderlich.“

Manfred Schmidt (Linke) war „positiv überrascht über die geäußerten Absichten, denn damit sind wir auf einem guten Weg“. Bei Enthaltung der CDU-Fraktion und der geschlossenen Ablehnung der SPD-Fraktion wurde die Resolution zurückgewiesen.

Bei einer Enthaltung hatte der Stadtrat zuvor die Neufassung der Sportförderrichtlinien beschlossen. Danach werden künftig Fördergelder verfallen, wenn sie von einem Verein nicht innerhalb von zwei Jahren abgerufen werden und es sind künftig auch Vereine förderungswürdig, wenn sie Senioren- oder Gesundheitssport anbieten.

Zu Beginn der Sitzung war der scheidende Sparkassenvorstand Sascha Ahnert von Oberbürgermeister und Stadtrat verabschiedet worden. Ihm dankte Fried für sein großes Engagement für Neunkirchen, unter anderem während der sechs Jahre als Vorsitzender des Verkehrsvereins. Ahnert wechselt zum 1. Oktober als Vorstandsvorsitzender zur Sparkasse Darmstadt, „und eine schwere Aufgabe wird es für mich sein, die Südhessen mit den saarländischen Bräuchen vertraut zu machen“, meinte der Wiebelskircher scherzhaft.

 Auch wenn das Neunkircher Ellenfeldstadion durchaus spröden Charme hat, eine Sanierung ist dringend notwendig. Das sieht man auch bei der Stadt Neunkirchen so.
Auch wenn das Neunkircher Ellenfeldstadion durchaus spröden Charme hat, eine Sanierung ist dringend notwendig. Das sieht man auch bei der Stadt Neunkirchen so. Foto: Tobias Fuchs
Politik: Rat skizziert Zukunft des maroden Ellenfelds
Foto: Tobias Fuchs

Einstimmig befürwortete der Stadtrat neben einer überplanmäßigen Ausgabe für den Endausbau Rauschenweg und zwei Kreditaufnahmen auch die Aufstellung des Bebauungsplans Menschenhaus und die Änderung des Flächennutzungsplans für diesen Bereich sowie der Aufstellung des Bebauungsplans ehemaliges Kohlenlager Hermine.