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Projekt für Nahversorgung in Mainzweiler

Ministerbesuch in Mainzweiler : Wort gehalten: Neue Kühltheke für die Butsch

Umweltminister Reinhold Jost sorgt für Förderung: Lebensmittelgeschäft in Mainzweiler kann die dringend benötigte Kühltheke anschaffen.

Als der saarländische Umweltminister Reinhold Jost im vergangenen August in Mainzweiler zu Besuch war, ging es um Projekte der Dorfentwicklung und um Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur im ländlichen Raum, für die sein Ministerium unter anderem zuständig ist. Zu seinen Stationen gehörte unter anderem „Die Butsch“, die als einziges Lebensmittelgeschäft im Ort für die Nahversorgung unverzichtbar ist. Dort bestand Handlungs- und Sanierungsbedarf, weil die Kühltheke nicht mehr so wollte, wie sie sollte und die Betreiberin nicht in der Lage war, die Investition für eine Neuanschaffung allein zu stemmen. Der Minister stellte Hilfe in Aussicht, „denn auch eine Förderung von Einrichtungen der Nahversorgung ist möglich“, erklärte der SPD-Politiker damals.

Dass Jost nicht zu den Sprücheklopfern seiner Branche gehört, ist bekannt, und auch in dieser Angelegenheit hat er Wort gehalten. Am Mittwoch war der Minister für Umwelt und Verbraucherschutz noch einmal in Mainzweiler zu Gast und konnte sich davon überzeugen, was dank der Hilfe seines Ministeriums möglich war.

Der Mainzweiler Ortsvorsteher Achim Wagmann hatte das Bürokratische erledigt, Anträge gestellt und Begründungen geliefert und hatte dabei auch seine Parteifreundin, die Mainzweiler SPD-Landtagsabgeordnete Pia Döring, mit im Boot. Als schließlich alles in trockenen Tüchern war, konnte sich Nicole Speicher, die Inhaberin der „Butsch“, die so dringend benötigte Kühltheke bestellen. Der stolze Preis: 20 000 Euro, zu denen das saarländische Umweltministerium aber 90 Prozent aus dem EU-Topf zur Förderung des ländlichen Raums besteuerte. „Das war für die Infrastruktur und für die Sicherstellung der Nahversorgung in unserem Ort natürlich eine ganz wichtige Investition“, befand SPD-Frau Döring. Für den Minister war die Vorgehensweise in Mainzweiler „ein Beweis dafür, dass Politik funktioniert und der ländliche Raum nicht vernachlässigt wird“.

Es sei aber „ganz wichtig, dass der ländliche Raum auch Fürsprecher hat“, meinte Jost, „so wie das hier in Mainzweiler der Fall war“. Und der Umweltminister fügte hinzu: „Wir brauchen solche positiven Beispiele, denn wo wir helfen können, machen wir das“. Die Inhaberin und Betreiberin der „Butsch“ ist mit ihrer neuen Errungenschaft überglücklich. „Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen“, bedankte sich Nicole Speicher bei allen Beteiligten an diesem Projekt, „denn ich allein hätte das nicht leisten können“.

Aber die 18 000 Euro Fördergelder für die neue Theke waren nicht alles. Dank entsprechender Anträge gab es für den kleinen Mainzweiler Lebensmittelladen auch von Saartoto noch einen Zuschuss, mit dem im Geschäft eine neue Klimaanlage mit Heiz- und Kühlfunktion eingebaut werden konnte. Damit hat sich in der „Butsch“ jetzt einiges getan. „Man sieht, dass hier alles mit viel Herzblut geschehen ist“, meinte Ortsvorsteher Achim Wagmann beim sonnigen Ortstermin am Mittwoch, „und deshalb hat das alles bestens funktioniert“. Die Bürgerinnen und Bürger im Ort dürften dem zustimmen.