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Pokal-Aus auf dem Kieselhumes

Neunkirchen/Saarbrücken. Durch einen Gegentreffer zwölf Minuten vor Schluss hat Borussia Neunkirchen am Mittwochabend das bittere Aus im Viertelfinale des Fußball-Saarlandpokals erlebt. Besser soll es morgen im Punktspiel beim abgeschlagenen Schlusslicht SG Betzdorf laufen. Sebastian Zenner

Ein Tor musste fallen, das war klar. Dass es auch nur eines sein würde, ist besonders bitter für Borussia Neunkirchen . Nur vier Tage nach dem torlosen Liga-Remis gegen SV Saar 05 Jugend in Neunkirchen unterlag der Fußball-Oberligist den 05ern an deren Heimstatt am Mittwochabend mit 0:1 (0:0). Die Borussia schied damit im Viertelfinale des Saarlandpokals aus. Schon morgen kann die Elf von Trainer Daniel Paulus die Pokal-Pleite mit einem Sieg in der Liga etwas verdrängen, wenn sie um 15.30 Uhr bei Schlusslicht SG Betzdorf gastiert. "Wir hatten schon einige Minuten vor dem Gegentor angefangen, darum zu betteln", ärgert sich Paulus und er meint weiter: "Wir kamen nicht mehr richtig in die Zweikämpfe, haben einige Fehlpässe gespielt und in dieser Phase einfach zu wenig gemacht." Die Konsequenz war das Tor des Abends durch Christian Hertel. Der erst zur Pause eingewechselte Angreifer hatte in der 78. Minute nach einer Flanke von Christoph Holste freistehend vor Gäste-Torwart Sebastien Flauss keine Mühe, zu treffen. Allerdings hatte Neunkirchen vor 450 Zuschauern am Kunstrasenplatz auf dem Kieselhumes eigentlich zuerst das Tor erzielt: In der 51. Minute setzte Felix Dausend einen Freistoß in das linke untere Eck - doch Schiedsrichter Patrik Meisberger hatte den Ball noch nicht freigegeben. Dausends zweiten Versuch parierte Saar-Torhüter Marc Birkenbach dann stark.

"Es ist natürlich bitter, wenn Hertel plötzlich aus dem Nichts vor dem Tor auftaucht. Aber dennoch sehe ich vor allem die erste Halbzeit als einen weiteren Schritt nach vorne. Uns hat nur ein Tor gefehlt", meint Paulus. Das sollte in Betzdorf nicht passieren. Die SG liegt mit gerade einmal neun Punkten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und ist damit theoretisch genau der richtige Aufbaugegner für die Borussia, die in den vergangenen fünf Spielen nur ein Tor schoss.

"Vor diesem Eindruck kann ich nur warnen", erwidert Paulus. Der Trainer erzählt: "Wir haben immer noch mit den aktuellen Umständen im Verein zu kämpfen. Ich hoffe, dass sich in den nächsten Tagen etwas tut. Trotzdem brauchen wir noch einige Punkte, um sicher die Klasse zu halten." Gerade nach einer englischen Woche kann ein vermeintlich schwacher Gegner gefährlich werden: "Die vergangenen Tage kosteten Kraft, hinzu kommt noch die lange Anfahrt. Aber das darf keine Rolle spielen. Wir wollen einen Sieg - mit 34 Punkten lässt es sich ruhiger schlafen."