1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Neunkirchen

Pirmin-Raber-Platz in Hangard wird bis Ende des Jahres neu gestaltet

Ortsrat : Im Bereich der Ostertalhalle tut sich so einiges

Der Pirmin-Raber-Platz wird bis Ende des Jahres neu gestaltet. Aber auch in und an der Halle selbst tut sich so einiges. Das erfuhr der Ortsrat in einer Sondersitzung.

Der Pirmin-Raber-Platz vor der Ostertalhalle in Hangard wird womöglich noch in diesem Jahr umgestaltet, die Halle wird künftig mit einem Außenaufzug barrierefrei erreichbar sein und die Dorfkneipe in der Ostertalhalle gehört wohl endgültig der Vergangenheit an. Das sind drei Erkenntnisse, die die Mitglieder des Ortsrates Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies am Mittwoch aus ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause mit nach Hause nahmen. Alle drei Sachverhalte sind miteinander verknüpft, wie im Lauf der Sitzung klar wurde.

„Es geht heute nur um Hangarder Belange“, hatte Ortsvorsteher Rolf Altpeter von der SPD schon zu Beginn der Sitzung in der Ostertalhalle angekündigt, und das waren ganz wichtige Projekte zur Hangarder Dorfentwicklung. Um die Verschönerung und Verbesserung örtlicher Gegebenheiten kümmert sich seit Jahren eine sehr engagierte Projektgruppe und „die hat zusammen mit der Hangarder Bevölkerung schon vieles erreicht“, lobte der Ortsvorsteher. Grundsätzliches zu den geplanten Veränderungen im Umfeld der Ostertalhalle erklärte der städtische Beigeordnete Thomas Hans, zu dessen Dezernat unter anderem die Stabsstelle Demografie und Dorfentwicklung gehört. Auch Doris Kiefer, die Leiterin der Stabsstelle, war in der Sitzung dabei. Hans kritisierte, dass die Dorfentwicklung und der ländliche Raum in Neunkirchen viel zu lange hinter der Innenstadtentwicklung zurückstehen mussten. „Mit der Gründung der Stabsstelle rückt der ländliche Raum jetzt aber mehr in den Mittelpunkt“, versprach der CDU-Politiker. Er bescheinigte den Hangardern, dass sie „seit 2006 eine Vorreiterrolle bei der Dorfentwicklung übernommen“ haben und erinnerte an erste Gespräche zur Umgestaltung des Hallenvorplatzes im letzten Jahr sowie an Überlegungen, aus der Ostertalhalle ein Dorfgemeinschaftshaus zu machen. Beides soll als Gesamtkonzept realisiert werden. Für ein Dorfgemeinschaftshaus kann die Stadt Zuschüsse beantragen, die aber eine gewerbliche Nutzung ausschließen.

„Eine Dorfkneipe wird es deshalb hier nicht mehr geben“, wies der Beigeordnete auf die Konsequenz hin. Weitere Voraussetzung für eine Förderung der Maßnahme ist der barrierefreie Zugang zur Halle, der mit einem Aufzug gewährleistet werden soll. Damit war der Zusammenhang hergestellt. Stadtplaner Jörg Leininger, der nach eigenen Worten „von Anfang an in das Projekt involviert“ war, stellte dem Ortsrat und den Besuchern zunächst die Pläne zur Neugestaltung des Platzes vor. Ein erstes Konzept, so Leininger, sieht grüne Bereiche und eine großzügige Treppenanlage vor, die eine vielfältige Nutzung des Platzes zulässt und bei Veranstaltungen als Sitzgelegenheit genutzt werden kann. „Die vorhandenen Flächen werden optimal genutzt“, versicherte der Stadtplaner, „und zur Attraktivität des Platzes und der Ostertalhalle beitragen.“ Eckard Straßburger, der Leiter der Hochbauabteilung im Stadtbauamt, ging noch einmal auf die Pläne für den Bau des Außenaufzugs ein, die er schon in der letzten Ortsratssitzung vor knapp zwei Wochen vorgestellt hatte (die SZ hat berichtet). Für den Beigeordneten steht fest: „Mit dem Aufzug soll nicht nur der barrierefreie Zugang zur Halle, sondern auch eine verbesserte Aufenthaltsqualität erreicht werden.“ Hans sprach von einer sehr umfangreichen Maßnahme, „doch wenn alles gut läuft, können wir noch im Herbst mit den Arbeiten beginnen und wären dann Ende nächsten Jahres fertig“. Das Ganze wird etwa 260 000 Euro kosten, die von Bund und Land bis zu 90 Prozent gefördert werden können. Der Ortsrat war einhellig der Meinung, dass das gesamte Projekt und insbesondere „die Lösung mit dem Aufzug eine sehr gute Sache“ ist. Auch Dr. Michael Bollen als Sprecher der Projektgruppe war zufrieden. „Das ist das, was wir uns vorgestellt haben“, meinte der Hangarder Arzt, „und deshalb können wir das nur dankend entgegennehmen und uns auf die weitere Entwicklung freuen.“