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Pflege zuhause hat hohen Stellenwert im Landkreis

Pflege zuhause hat hohen Stellenwert im Landkreis

Die meisten Pflegebedürftigen im Landkreis Neunkirchen werden durch ihre Angehörigen versorgt. Das zeigt der Pflegereport der Barmer, den die Universität Bremen erstellt hat. Demnach lassen sich 36,7 Prozent der Pflegebedürftigen durch ihre Angehörigen versorgen. 32,3 Prozent der Pflegebedürftigen werden durch ambulante Pflegedienste versorgt. Nur 30,6 Prozent entfallen auf die stationäre Pflege.

Mathias Kolling, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Illingen, sagt: "Bei den Menschen im Landkreis Neunkirchen hat die Pflege durch Angehörige offensichtlich einen hohen Stellenwert." Beeinflusst werde die Form der Pflege zudem von der Einkommenshöhe der Pflegebedürftigen und davon, wie gut familiäre Netzwerke Pflege zuhause bewältigen können. Bei geringem Einkommen würden die privaten Zuzahlungen die Wahrscheinlichkeit mindern, dass ein Pflegebedürftiger im Heim gepflegt wird.

Zählten die Statistiker 2011 noch 1,67 Prozent Pflegebedürftige an der gesamten Bevölkerung des Landkreises, waren es nur vier Jahre später schon 1,73 Prozent. "Die Pflegekassen sind vor allem als Impulsgeber für gute Ideen gefordert", betont Kolling. Kurse für pflegende Angehörige seien besonders sinnvoll, da dabei nicht nur wichtiges Wissen vermittelt, sondern auch ein Austausch der Betroffenen ermöglicht werde.