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Panorama-Blick am Fuße des Sudhauses

Panorama-Blick am Fuße des Sudhauses

Dort, wo die Schlossbrauerei stand, sind Hopfen und Malz seit langem verloren. Der Pirmasenser Investor Cronauer ist seit zwei Jahren dabei, das Gelände zu reaktivieren. Die Gewerbeflächen des „Büchelparks“ sind bereits ausgelastet, nun entstehen oberhalb des Mantes-la-Ville-Platzes Wohnungen in traumhafter Lage.

Seit zwei Wochen liegt die Baugenehmigung vor, im April oder Mai soll's losgehen mit dem Bau der ersten von drei "Stadtvillen": Das Segment "Wohnen" im "Büchelpark", dem ehemaligen Schlossbrauerei-Gelände, nimmt nun Konturen an. Diesen aktuellen Stand haben gestern Geschäftsführer Manfred Cronauer und Sohn Jens als Mitinhaber der gleichnamigen Pirmasenser Unternehmensgruppe, einer Rathausabordnung vorgestellt, die sich, angeführt von Oberbürgermeister Jürgen Fried , vor Ort informierte.

Voraussichtlich Mitte 2016, so schätzt Manfred Cronauer, werden die ersten Bewohner in den exklusiven Wohnpark einziehen, der in der Stadt kein Vorbild hat. "Er wird in Neunkirchen ein Alleinstellungsmerkmal haben", so der Unternehmenschef. Im ersten Bauabschnitt entsteht am Südhang über dem Mantes-la-Ville-Platz zunächst Stadtvilla Nummer 1, ein dreigeschossiges Gebäude mit neun Wohnungen der Luxusklasse . Sechs von ihnen haben rund 190 Quadratmeter Wohnfläche, drei je 120 Quadratmeter - inklusive der großzügigen Terrassenflächen . Sauna und Whirlpool gehören ebenso zur Grundausstattung wie barrierefreie Gestaltung und große Glasfronten.

Dies vermittele ein besonderes Panorama-Flair, versichert Cronauer. "Wir haben hier eine eigene Philosophie, schaffen eine Nische für eine spezielle Klientel." Der Vorzug einer solchen Wohnlage will bezahlt sein: Mindestens 2400 Euro pro Quadratmeter muss hinlegen, wer eine der Eigentumswohnungen erwerben will. Vorm Spatenstich wird bereits eine eigene Zufahrts-Allee vom Mantes-la-Ville-Platz her angelegt, ausgestattet mit Elektro-Rolltor. Auch in den Genuss einer großzügigen Grünanlage sollen die künftigen Büchelpark-Bewohner kommen.

Sicher gewöhnungsbedürftig für manch älteren Neunkircher, dass das Gelände auf dem das Neunkircher Brauerei-Wahrzeichen stand, und in dessen Nachbarschaft sich zeitweilig ein evangelischer Friedhof befand, nun zum Luxuswohnpark wird. Nachdem die Schlossbrauerei 1988 von Karlsberg-Verbund "geschluckt" worden war, war das Gelände noch bis 1997 Braustätte, dann nutzte Karlsberg das Areal zu Vertriebszecken. Als der Homburger Brauriese das Gelände nicht mehr benötigte und losschlagen wollte, griff die Cronauer-Gruppe zu und erwarb im Herbst 2012 die rund 55 000 Quadratmeter große Fläche.

Der erfahrene Projektor Manfred Cronauer wollte das Areal "aus dem Dornröschenschlaf bringen" und einen verträglichen Mix aus Gewerbe und Wohnen realisieren. Der erste Teil ist umgesetzt: In den früheren Brauereigebäuden rund um das denkmalgeschützte Sudhaus - abgerissen wurden das frühere Maschinenhaus und die Werkstatt/Schlosserei - haben inzwischen ein Dutzend Firmen Büro-, Lager- und Geschäftsräume gepachtet. Damit sei die Kapazität ausgeschöpft, so Cronauer, der betonte, dass es nicht einfach gewesen sei, einen Mietermix mit "Grundharmonie" zu finden. Dass man das Projekt habe vorantreiben können, so ein dickes Lob an OB Fried, gelte auch der unkomplizierten Unterstützung durch die Stadt: "Hier gilt ein Mann ein Wort", so der Pfälzer Diplom-Ingenieur zum saarländischen Rathauschef.