Ottweiler Energiemesse feiert Premiere in Fürth

Fürth. Mit einem Elektroauto eine Probefahrt machen und währenddessen auf Windräder blicken - klingt ökologisch und war am Samstag und Sonntag auf der ersten Ottweiler Energiemesse in Fürth möglich

 Bärbel Fries vom Verkehrsverein mit einem Elektromodellauto auf der Energiemesse. Foto: Andreas Engel

Bärbel Fries vom Verkehrsverein mit einem Elektromodellauto auf der Energiemesse. Foto: Andreas Engel

Fürth. Mit einem Elektroauto eine Probefahrt machen und währenddessen auf Windräder blicken - klingt ökologisch und war am Samstag und Sonntag auf der ersten Ottweiler Energiemesse in Fürth möglich. In Workshops und an Ständen lokaler und regionaler Anbieter von Dienstleistungen wie dem Einsatz erneuerbarer Energien, Gebäudedämmung und Heizungsenergie konnten sich die Bürger informieren; die Stadt Ottweiler stellte das Klimaschutzkonzept vor und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Neunkirchen lud dazu ein, das Solardachkataster des Landkreises zu testen. Auf diesem Infoportal können die Bürger überprüfen, ob sich ihr Dach von der Färbung her - rot heißt zum Beispiel, dass das Dach "sehr gut geeignet" ist - für Fotovoltaik oder Solarthermie eignet. Will man die exakten Werte erfahren, muss man mit dem kommunalen Ansprechpartner Kontakt aufnehmen.Mit Projekten wie diesem und der Messe sollen den Bürgern umweltfreundliche Potenziale aufgezeigt werden. "Die Energiewende muss fortgesetzt werden", so Hans-Heinrich Rödle, Ottweiler Bürgermeister. Am besten fängt man schon bei den Kindern an, Umweltbewusstsein spielerisch zu vermitteln. Dass es saubere Alternativen gibt, das wurde kleineren Besuchern - wie Alexander Gräß - am Stand des Gewerbevereins Fürth im Ostertal beim Zusammenbauen eines mit Fotovoltaik betriebenen Spielzeugautos gezeigt. "Ich finde das super! Wir haben zu Hause auch Solarzellen auf dem Dach", sagte Alexander Gräß zur SZ.

Ottweiler hat mit der Windkraftanlage in Fürth, rund 600 öffentlichen sowie privaten Solaranlagen und Solarthermie bereits einen großen Schritt in Richtung Energiewende getan; mit dem geplanten Solarpark in Mainzweiler, einer weiteren Windkraftanlage in Lautenbach und der Nahwärme in Fürth soll sie noch weiter vorangetrieben werden.

Fürth solle zum "Vorzeigedorf des Landes" werden, so die Worte von Axel Haßdenteufel, Ortsvorsteher von Fürth; deswegen rief er auch einen Arbeitskreis für die Nahwärmeversorgung ins Leben. Andrea Laux interessierte sich nicht nur in ihrer Position als zukünftige Leiterin des Fürther Seniorenheims des Schwesternverbands für die alternative Warmwasserversorgung, sondern auch als Fürther Bürgerin. Die Energiemesse wird in den kommenden Jahren durch weitere Stadtteile von wandern. rol

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