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Ortsrat Wiebelskirchen sprach über Baumpatenschaften

Registrierungspflichtiger Inhalt: Ortsrat Wiebelskirchen : Neue Pfleger für Freund Straßenbaum

Christel Hasmann, Bündnis90/Die Grünen, stellte im Ortsrat Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies ihre Ideensammlung zur Übernahme von Baumpatenschaften vor.

In seiner ersten Sitzung des Jahres befasste sich der Ortsrat Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies am Dienstag ausführlich mit der Möglichkeit zur Übernahme von Baum- und Beetpatenschaften durch die Bevölkerung. Die Initiative ging von Ortsratsmitglied Christel Hasmann (Bündnis 90/Die Grünen) aus, die hierzu in den vergangenen Monaten eine Ideensammlung zusammengetragen hatte, die sie dem Ortsrat am Dienstag vorgestellt hat. „Unser Freund, der Straßenbaum“, hat sie ihr Projekt überschrieben und damit bringt die engagierte Grünen-Politikerin zugleich eine gewisse Verbundenheit zum Ausdruck. Die Idee sei im Grunde ganz einfach, meinte Hasmann, denn man müsse lediglich die Bürger überzeugen, dass das eine gute Sache ist. Wobei sie selbst weiß, dass das keineswegs so einfach ist. Es könne durch Plakatierung geschehen, aber es sei auch ganz wichtig und effektiv, auf die Bürger zuzugehen, betonte sie in ihren Ausführungen.

„Auch in Schulen und Kitas kann das Projekt beworben werden, vielleicht können sich auch Firmen daran beteiligen“, zeigte die Grünen-Politikerin Wege auf. Die Leute müssten sensibilisiert werden, dieses Thema aufzugreifen und verinnerlichen, dass es gut ist, einen Baum vor dem Haus zu haben, meinte Hasmann, die auch Mitglied des Stadtrates ist. Bei der Beobachtung und Pflege der Straßenbäume und von Pflanzinseln könnten sich die Bürger dann einbringen, erklärte Hasmann. Vom Gießen über das Entfernen von Totholz bis zur Meldung von möglichen Schädlingen nannte sie einige Maßnahmen, wie das Bürgerengagement aussehen könnte. „Aber es gibt noch vieles mehr zu tun“, betonte die Initiatorin und appellierte eindringlich an den Ortsrat, das Projekt aktiv zu unterstützen.

Der will sich dem nicht verschließen. „Ich finde die Idee gut“, meinte Ortsvorsteher Rolf Altpeter (SPD). Er sprach sich dafür aus, die Initiative im Ortsrat aufzugreifen, „denn wir sollten Vorbilder sein“, machte der Vorsitzende deutlich. Um die weitere Vorgehensweise abzustimmen, sollen in nächster Zeit in allen drei Ortsteilen Arbeitstreffen zu dem Thema stattfinden, kündigte Altpeter an. Nico Woll von der Baumpflege- und Baumsanierungsgruppe im Zentralen Betriebshof der Stadt Neunkirchen (ZBN) würde eine Unterstützung durch die Bevölkerung bei der täglichen Arbeit sehr begrüßen. Der Fach-Agrarwirt verwies in der Ortsratssitzung im Kulturhaus darauf, dass die Stadt 7000 bis 9000 Bäume in ihrem Bestand hat, die ständig kontrolliert und gepflegt werden müssen. Auch Woll nannte mehrere Bespiele aus der Praxis, wie eine Mitarbeit möglich ist und bot allen Interessenten seine Unterstützung an. Unter der Telefonnummer (06821) 202 675 ist der ZBN-Mitarbeiter zugleich Ansprechpartner der Stadt für das Baum- und Beetpatenprojekt.