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Ortsrat
Wendehammer-Projekt sorgt für Wirbel

Der Wendekreisel am Ende der Rettenstraße: Blick von der Rettenstraße auf den Kreisel.
Der Wendekreisel am Ende der Rettenstraße: Blick von der Rettenstraße auf den Kreisel. FOTO: Claudia Emmerich
Wellesweiler. Einige in Wellesweiler haben Bedenken wegen des Wendekreisels am Ende der Rettenstraße. Der Ortsrat sieht das Ganze jedoch positiv. Von Heinz Bier

Der Ortsrat Wellesweiler hat sich zum Bau des Wendekreisels am Ende der Rettenstraße klar positioniert, will aber die Vorbehalte einiger Anwohner (wir berichteten) nicht überhören. Man müsse die Bedenken von Anwohnern ernst nehmen, meinte Michael Müller am Mittwoch in der Ortsratssitzung, nachdem zuvor bei einem Ortstermin einige Anlieger erneut ihre ablehnende Haltung zum Ausdruck gebracht hatten. Er habe Verständnis für manche Verärgerung, sagte das Mitglied der SPD-Fraktion weiter, „aber es ist angebracht, dass am Ende der Straße eine Möglichkeit für Lkw besteht, zu wenden“. Müller wohnt selbst in der Rettenstraße „und bei mir standen schon des öfteren die Lkw im Vorgarten, als sie drehen mussten“. Nach Ansicht von Ortsratsmitglied Uwe Engel ist die Anlage trotz aller Bedenken unstrittig. „Über den Sinn und Zweck des Wendehammers brauchen wir uns gar nicht zu unterhalten. Der ist notwendig“, meinte das Mitglied der SPD-Fraktion.


Auch nach Meinung des Ortsvorstehers ist der Wendehammer „wichtig und richtig“. Allerdings sieht Dieter Steinmaier auch noch Handlungsbedarf, „denn das Ganze wirkt wie eine Baustelle“. Zur optischen Aufbesserung der Anlage schlug Steinmaier vor, die Umrandung des Wendehammers mit Mutterboden aufzufüllen und zu begrünen. Auch nach Ansicht von Peter Städtler sind noch ein paar Verschönerungsmaßnahmen möglich, „und das machen wir auch in diesem Jahr noch fertig“, kündigte der Leiter der städtischen Tiefbauabteilung an. Der Bauamtsmitarbeiter widersprach in der Ortsratssitzung unter anderem dem Vorwurf, der Wendehammer sei überdimensioniert und stellte klar. „Die Anlage wurde so geplant, dass ein Lkw in einem Zug wenden kann.“ Er wies zudem darauf hin, dass schon im Bebauungsplan für die Rettenstraße ein Wendehammer vorgesehen war, der bisher nur noch nicht angelegt wurde. Städtler hatte schon kurz nach dem Ortstermin bedauert, dass lediglich einige Gegner der Anlage erschienen waren. „Ich hätte mir gewünscht, dass auch einige Befürworter dabei gewesen wären“, meinte er hinterher, „denn die sind mit Sicherheit in der Mehrheit“.

Axel-Walter Birtel hatte bei dem Ortstermin keineswegs nur Widerspruchsführer ausgemacht. „Ich habe eben mit mindestens drei Leuten gesprochen, die den Wendehammer für gut und sinnvoll halten“, erklärte der CDU-Fraktionssprecher in der Ortsratssitzung.



Im weiteren Verlauf der Sitzung in der Awo-Begegnungsstätte zog der Ortsrat eine positive Bilanz der Seniorenfeier vom vergangenen Sonntag.