"Ohne Ehrenamt geht's nicht"

Wiebelskirchen. Bereits als Kind sei er zum Sport gekommen. Zur Leichtathletik. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Seit Mitte der 1960er ist Hans-Arthur Gräser beim TuS Wiebelskirchen zunächst stellvertretender Vorsitzender, seit 1981 Vorsitzender der Abteilung Turnen, die mit rund 700 Mitgliedern fast die Hälfte der im Verein Aktiven betreut

Wiebelskirchen. Bereits als Kind sei er zum Sport gekommen. Zur Leichtathletik. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Seit Mitte der 1960er ist Hans-Arthur Gräser beim TuS Wiebelskirchen zunächst stellvertretender Vorsitzender, seit 1981 Vorsitzender der Abteilung Turnen, die mit rund 700 Mitgliedern fast die Hälfte der im Verein Aktiven betreut. Seine oberste Priorität gelte der Jugend, so Gräser im SZ-Gespräch, "es wird immer mehr getan, doch noch zu wenig". Er meint damit nicht nur seinen Verein, sondern die gesamte Gesellschaft. In diesem Zusammenhang fällt auch das Wort von den Kindern als unserer Zukunft, das man zwar oft hört, das aber nur selten als Handlungsauftrag verstanden wird. Anders bei Gräser, der sich bereits als Lehrer und Schulrektor für die Belange von Kindern und Jugendlichen starkgemacht hat. Sein Einsatz als Vereinsvertreter in der Kinderkommission steht demnach unter der gleichen Prämisse. Das Gremium für die Interessen der Kinder hat seit Gründung im Jahre 1992, unter anderem Schulwegpläne erstellt, bietet Busschulung für Schulkinder an und bietet seit einiger Zeit eine spezielle für Kinder konzipierte Stadtführung an. Die Gestaltung und Organisation von Freizeiten sowie von Aktivitäten anlässlich des Weltkindertages oder des Neunkircher Stadtfestes zählen zu den vielen anderen Betätigungsfeldern der einmal monatlich öffentlich tagenden Kommission. Gräsers ehrenamtliches Engagement beschränkt sich aber nicht nur auf die Jugendarbeit. So ist der pensionierte Pädagoge beispielsweise auch im Heimat- und Kulturverein Wiebelskirchen und in der Kulturhaus GmbH aktiv. "Bei allem muss natürlich die Familie mitspielen", weiß Gräser, dessen Verwandte ihn mit einer Vielzahl von Vereinen und Verbänden teilen müssen. Das Ehrenamt sei nicht nur für das Vereinsleben unerlässlich, es leiste auch für die Gesellschaft insgesamt einen unschätzbaren Dienst. "Ohne geht's nicht", lautet sein Fazit, das gleichzeitig als Appell verstanden werden kann. Wenn sich die Eltern beispielsweise ehrenamtlich engagieren würden, so seine Hoffnung, würden die Kinder deren Vorbild folgen. Er selbst mache "kein großes Aufheben" um seine vielfältigen gemeinnützigen Aktivitäten. "Über die Ehrenamtsnadel habe ich mich erst mal informieren müssen" erklärt Gräser, der sich bei aller Bescheidenheit doch über die Auszeichnung freut.