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Oberliga: FCS II nicht kaltschnäuzig genug für einen Derby-Sieg

Neunkirchen. Nach zuletzt sieben Niederlagen in Folge hat Fußball-Oberligist 1. FC Saarbrücken II am Samstag wieder einen Punkt geholt. Beim 1:1 (1:0) bei Borussia Neunkirchen machte Profi Stefan Reisinger das einzige Tor für den FCS. Sebastian Zenner

Dass nur eine Mannschaft direkt vom Abstieg bedroht ist, konnten die 284 Zuschauer am Samstag im Neunkircher Ellenfeldstadion nicht gleich erkennen. Sowohl Gastgeber Borussia Neunkirchen als auch die Gäste des 1. FC Saarbrücken II lieferten ihren Teil zu einem äußerst mäßigen ersten Durchgang der Fußball-Oberligapartie. Nach einer unterhaltsameren zweiten Hälfte trennten sich beide Teams mit 1:1 (1:0).

Auch, wenn das Derby in Halbzeit eins nicht gerade als Augenschmaus diente, so kam vor allem Neunkirchen zu einigen Torchancen. Den einzigen Treffer in den ersten 45 Minuten erzielte aber der FCS: Neunkirchens mitspielender Co-Trainer Andreas Backmann machte den entscheidenden Fehler, den Saarbrücken nutzte und durch Profi Stefan Reisinger zum 1:0 kam (9.). "Ich nehme das Ding auch auf meine Kappe. Aber es ist im Moment typisch, dass ein Torschuss genügt, um gegen uns zu treffen. Diesem Tor mussten wir dann lange nachlaufen", sagte Backmann.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, nur bei höherem Tempo: Neunkirchen agierte, Saarbrücken konterte. Mit Borussias Eigengewächs Tim Cullmann kam ab der 55. Minute mehr Schwung und Stabilität ins Neunkircher Spiel. Nur acht Minuten später leitete er mit einer perfekten Flanke aus dem Halbfeld den Ausgleich ein. Backmann legte ab auf Albert Schneider, der den Ball von der Strafraumgrenze aus ins reche Eck schlenzte (63.).

Im offenen Schlagabtausch bis Spielende war keine der Mannschaften im Angriff kaltschnäuzig genug für einen Sieg. Der FCS hat sich diesen Punkt nach sieben - teilweise deutlichen - Ligapleiten in Folge wahrlich erackert. "Das ist genau das richtige Wort", attestierte Trainer Martin Forkel, der in der Saison 2012/2013 das Neunkircher Trikot trug: "Das ist für die Köpfe der Jungs ganz gut. Mit der Art und Weise, wie sich die Spieler präsentiert haben, bin ich zufrieden. Wir haben gut verteidigt und nur bei dem Gegentor geschlafen. Mit etwas Glück hätten wir auch noch 2:1 gewinnen können."