Nikolausmarkt lebt wieder auf

Hangard. Die Kraftanstrengung des Heimat- und Kulturvereins hat sich gelohnt: Nach einem Jahr Pause findet am 3. und 4. Dezember wieder der Nikolausmarkt in Hangard statt. Ein bisschen Stolz schwingt in der Stimme des Vereinsvorsitzenden Rudolf Bechtel mit, wenn er von den Vorarbeiten berichtet

Hangard. Die Kraftanstrengung des Heimat- und Kulturvereins hat sich gelohnt: Nach einem Jahr Pause findet am 3. und 4. Dezember wieder der Nikolausmarkt in Hangard statt.Ein bisschen Stolz schwingt in der Stimme des Vereinsvorsitzenden Rudolf Bechtel mit, wenn er von den Vorarbeiten berichtet. Zirka 30 Hangarder Vereine und Organisationen seien bereits im Sommer persönlich angeschrieben worden, ob sie sich in diesem Jahr engagieren würden. Die Rückmeldung war ernüchternd, doch nach einem Artikel in der Saarbrücker Zeitung sei dann "der Knoten geplatzt", freut sich Bechtel. Sieben Teilnehmer haben zugesagt und am 24. Oktober schließlich den 22. Hangarder Nikolausmarkt festgeklopft. Es sind dies der Karnevalsverein Die Brunnebutzer, die Messdiener der katholischen Kirche, der Turnverein Hangard, die Juso-AG Hangard, der Förderkreis katholische Kirche Hl. Familie, die Gemeinschaft SVGG Jugend/JU Hangard und der Heimat- und Kulturverein.

In das Gewand des Nikolauses wird wieder Heinz-Jürgen Ulrich schlüpfen, "der macht das so schön", findet nicht nur Rudolf Bechtel. Mit einer kleinen Wanderung beginnt der Nikolausmarkt am 3. Dezember, 15 Uhr, von der katholischen Kirche zum Ziehwald, wo der Nikolaus auf die Familien mit den Kindern wartet.

Tradition hat in Hangard der ökumenische Kindergottesdienst am Sonntag, ebenfalls 15 Uhr, in der katholischen Kirche. Hier wirken die Bläsergruppe des Musikvereins, Kinder der Schillerschule und des Kindergartens Hummelburg mit. Auch am Sonntagnachmittag wird der Namensgeber des Marktes, der Heilige Nikolaus, wieder dabei sein.

"Für uns ist wichtig zu vermitteln, dass nicht der Kommerz vor Weihnachten im Mittelpunkt steht", betont der Vorsitzende des HuK Hangard. Deshalb verteile auch kein Weihnachtsmann, sondern der Nikolaus im Bischofsgewand Gutes an die Kinder. "Wir sind zuversichtlich", sagt Bechtel im SZ-Gespräch, "dass unser kleiner, aber feiner Nikolausmarkt wieder schön wird." Zumal die mitwirkenden Vereine sich alle Mühe geben werden, zwei Tage mit winterlichen Getränken und Leckereien die Besucher zu erfreuen. Nicht messen wollen sich die Hangarder mit anderen Märkten. Allerdings soll eine über Jahre aufgebaute Tradition nicht kampflos aufgegeben werden.