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Neunkircher erobern ihre neue Stadt-Oase

Neunkircher erobern ihre neue Stadt-Oase

Jetzt sind sie zu begehen: Die Terrassen an der Blies zwischen Willy-Brandt- und Fußgängerbrücke hat die Stadt gestern bei einem kleinen Fest der Öffentlichkeit übergeben. Erste Reaktionen sind sehr positiv.

Mancher Gast schaut sich das Ganze erst einmal mit etwas Abstand von der Fußgängerbrücke zwischen Busbahnhof und Bliespromenade an. Immerhin hat man dort oben einen schönen Überblick. Dann geht es über die Treppen hinunter zu den Sitzstufen. Das will alles erst einmal genau in Augenschein genommen werden. "Das haben sie sehr schön gemacht", sagt Hans-Günter Harig. Alexander Meusel findet die Anlage gar "fantastisch". Weil er quasi "darüber wohnt" und mithin selbst viel davon hat, wenn er zur Haustür rauskommt. Aber auch ganz allgemein sei dies eine Aufwertung für Neunkirchen . "Hoffen wir nur, dass es nicht so viel Vandalismus gibt. Da müsste man härter durchgreifen", schiebt der 65-Jährige hinterher. Ähnlich sieht es Helga Ersch aus Hangard. Da müsse sich die Stadt drum kümmern, dass die neue Neunkircher Oase so ansehnlich bleibe, wie sie ist.

Die offizielle Einweihung des ersten fertigen Bauabschnitts der Neunkircher Bliesterrassen hat gestern Nachmittag viele Menschen angelockt, aber um sich schon mal probehalber länger auf den Betonsitzreihen niederzulassen, ist es trotz schönem Wetter schlichtweg zu kalt.

Mehr Lebensqualität

Es ist die größte Stadtentwicklungsmaßnahme der vergangenen Jahre, verkündet die Stadt stolz. Oberbürgermeister Jürgen Fried begrüßt denn auch zur Einweihung Umweltminister Reinhold Jost . Das Land schießt schließlich viel Geld zu. "Neue Urbanität", "Steigerung der Lebensqualität", das sind zwei Stichworte, die OB Fried immer wieder im Zusammenhang mit den Bliesterrassen im Munde führt. Von einem "Schlüsselprojekt" spricht er an diesem Mittag, das die City Nord entscheidend voranbringen soll. Und die öffentlichen Investitionen haben schon 30 bis 35 Millionen Euro private Investitionen nach sich gezogen, bemerkt er. Mit anderen Worten: Die Idee trägt Früchte.

Rund 2,3 Millionen Euro hat der erste Bauabschnitt der Bliesterrassen nach jüngsten Zahlen der Stadt gekostet (2,1 Millionen Euro hieß es zuletzt). Passend zum Ereignis spielt die Blies-Blues-Band zur Einweihung, ein Party-Service verteilt "Bliesburger". Das alles allerdings nicht auf den Terrassen selbst, sondern im Zelt an der Lindenallee.

Im neuen Jahr legen die Arbeiter auf dieser Gewässerseite los: Hinter der provisorischen Spundwand am Südufer werden etwa 8000 Kubikmeter Erde abgetragen. Auch dort entstehen Terrassen hinauf zur Lindenallee. Die Neunkircher werden dort direkt ans Wasser kommen, wobei diese tiefste Terrasse, die Bliesbühne, nicht behindertengerecht sein wird. Genauso wie derzeit auch die Terrassen mit Rollstuhl nicht zu erreichen sind. Das allerdings soll sich im weiteren Verlauf der Arbeiten noch ändern. OB Fried verspricht dies bei der Einweihung genauso wie ein waches Auge der Ordnungshüter.