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Neunkirchens OB Fried hadert mit geballtem Zuzug von Osteuropäern

Neunkirchen. Der Oberbürgermeister der Stadt Neunkirchen , Jürgen Fried , macht die seiner Meinung nach "völlig unsinnige Osterweiterung" der Europäischen Union für den starken Zuzug von Osteuropäern nach Neunkirchen verantwortlich. "Tatsache ist, wir haben in der nördlichen Innenstadt einen erheblichen Zuzug von osteuropäischen Menschen. Oft mit Wertesystemen und Verhaltensweisen, die nicht so sind, wie wir das als Mitteleuropäer gewohnt sind", sagte der SPD-Politiker im SZ-Interview. Die Osterweiterung der EU "mag geopolitisch und für die einzelnen Volkswirtschaften Sinn machen. Für die soziale Situation ist es eher schwierig, weil die Menschen geballt kommen aufgrund der Freizügigkeit." red

Um das Sicherheitsgefühl der Menschen zu verbessern, werde eine Citywache eingerichtet, die von Montag bis Samstag, 8 bis 20 Uhr, besetzt sei. Der Ordnungsdienst der Stadt werde personell aufgestockt und die Polizei wolle ihre Präsenz im kommenden Jahr ebenfalls verstärken. Ein privater Sicherheitsdienst sei auch im Einsatz. Ziel sei es, jeden Bereich der Innenstadt alle halbe Stunde abzugehen.


Fried verteidigte seinen Vorstoß für einen Ausbau der Video-Überwachung . "Wenn sich niemand etwas zuschulden kommen lässt, stört sie auch nicht. Ich verstehe die Bedenken, wenn jemand auf Datenschutz pocht. An markanten Stellen brauchen wir aber eine Überwachung", so Fried. Die Stadt Neunkirchen werde künftig auch ihre Schulhöfe mit Videokameras bestücken. Auch in den Bussen der Neunkircher Verkehrs GmbH würden Kameras installiert.