Was jetzt geplant ist Verkauf des Diakonie Klinikums in Neunkirchen endgültig vom Tisch

Neunkirchen · Die Zukunft der Klinik in Neunkirchen war lange unsicher. Die Kreuznacher Diakonie wollte das Krankenhaus verkaufen – die Pläne sind jetzt allerdings vom Tisch. Wie es jetzt weitergehen soll.

 Das Diakonie Klinikum Neunkirchen, fotografiert am Dienstag (09.06.2020). Foto: BeckerBredel

Das Diakonie Klinikum Neunkirchen, fotografiert am Dienstag (09.06.2020). Foto: BeckerBredel

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Der Verkauf des Diakonie Klinikums Neunkirchen ist vom Tisch. Das teilt die Pressestelle des Trägers, die Kreuznacher Diakonie, mit. Für die Zukunft des Diakonie Klinikums Neunkirchen (DKN) seien die Weichen gestellt: Andrea Massone und Christian Jungmann werden das DKN und das Fliedner Krankenhaus in Neunkirchen zukünftig leiten. Andrea Massone übernimmt die Geschäftsführung, Christian Jungmann wird der neue Regionaldirektor. Andrea Massone ist bisher Geschäftsführerin der Knappschaftskliniken Sulzbach und Püttlingen. Christian Jungmann ist derzeit Kaufmännischer Direktor für die Knappschaftskliniken Saar.

Klinik Neunkirchen: Das ist jetzt geplant

„Wir haben mit Andrea Massone und Christian Jungmann erfahrene Experten für die Geschäftsführung gewinnen können. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir die Zukunft der Neunkircher Klinikstandorte gemeinsam mit einem eingespielten Team, das viel Standortwissen mitbringt, gestalten können“, wird Andreas Heinrich, Vorstand der Stiftung Kreuznacher Diakonie, zitiert.

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Foto: dpa/David Young

In der Vergangenheit sei das DKN mehrmals Zentrum intensiver Debatten hinsichtlich seiner Zukunft gewesen, bei denen auch ein Verkauf geprüft wurde, der nun vom Tisch sei. „Damit die medizinische Versorgung der Menschen im Landkreis Neunkirchen weiterhin flächendeckend gesichert ist, werden derzeit Pläne für ein zukunftsfähiges medizinisches Konzept sowie für die bauliche Struktur des Krankenhauses erarbeitet“, heißt es weiter. Die Stiftung Kreuznacher Diakonie bleibe also weiterhin Träger des DKN und gehe die durch die Krankenhausreform bedingte Transformation aktiv an.

Andreas Heinrich: „Durch die Umstrukturierung vermeiden wir eine Schließung des Standortes. Wir entwickeln uns zu einem stabilen und modernen Krankenhausstandort, der den Herausforderungen der anstehenden Krankenhausreform gewachsen ist. Priorität wird sein, die Krankenversorgung in der Innenstadt aufrecht zu erhalten, den Standort zu sichern und den Bürgerinnen und Bürgern eine zuverlässige Perspektive zu bieten. Wir befinden uns dazu in guten Gesprächen mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit.“

Oberbürgermeister Aumann begrüßt Entscheidungen der Diakonie

Oberbürgermeister Jörg Aumann begrüßt die weiteren Schritte der Diakonie, um das Klinikum in der Innenstadt weiter zu betreiben. „Es freut mich, dass die Diakonie mit Andrea Massone als Geschäftsführerin und Christian Jungmann als Regionaldirektor erfahrene Personen gefunden hat. Das ist ein wichtiges Signal! Die Diakonie betreibt das Klinikum Neunkirchen weiter. Dieser Entscheidung verleiht die Diakonie nun Nachdruck: personell, aber auch inhaltlich. Mit dem angekündigten medizinischen Konzept wird das Krankenhaus in der Neunkircher Innenstadt zukunftsfest gemacht.

Damit wird unsere langjährige Erwartung und Forderung als Stadt erfüllt, dass eine medizinische Grundversorgung in der Innenstadt erhalten bleiben muss. Wenn das medizinische Konzept für die Klinik vorliegt, erhalten wir damit auch eine wichtige Grundlage zur Weiterentwicklung des gesamten Gesundheitsstandortes Neunkirchen. Daran werden wir zusammen mit dem Landkreis anknüpfen und die kontinuierlich guten Gespräche mit dem Gesundheitsministerium fortsetzen“, sagte Oberbürgermeister Aumann.

Versorgung vor Ort bleibt weiterhin gesichert

Auch das Gesundheitsministerium befürwortet und unterstützt die Entscheidung der Kreuznacher Diakonie, das Stadtkrankenhaus in Neunkirchen weiter zu betreiben. Gesundheitsminister Magnus Jung dazu: „Damit bleibt die Versorgung vor Ort weiterhin gesichert“. Das medizinische Konzept wird mit Blick auf die Krankenhausreform und den neuen Krankenhausplan entwickelt und soll die gesamte Region im Blick haben.

Planerisch und finanziell wird das Land seinen Beitrag dazu leisten. „Gemeinsam mit der Kreuznacher Diakonie, der Kreisstadt Neunkirchen und dem Landkreis Neunkirchen können wir nun einen guten Plan für die Gesundheitsversorgung im Landkreis entwickeln und umsetzen“, so Minister Jung abschließend.

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