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Neunkirchen soll jugendlicher werden

Neunkirchen. In den kommenden Monaten soll der Zusammenschluss von Vereinen und Verbänden Ideen zur Verbesserung der Jugend-Situation in Neunkirchen entwickeln. Das Bündnis will den Jugendbeirat in seiner Arbeit unterstützen. kub

. Das Leben in Neunkirchen für Jugendliche besser gestalten - mit diesem Ziel trafen sich Vertreter aus Lokalpolitik, Vereinen und Jugendarbeit im Neunkircher Rathaus. Der Jugendbeirat der Stadt hatte gemeinsam mit dem Juso-Stadtverband eingeladen. Michael Jakob, Vorsitzender des Juso-Stadtverbandes Neunkirchen , erinnerte an die Jugenddiskussionsrunde ein Jahr zuvor, aus der die Idee zu einem Jugendbündnis entstanden sei. Das Bündnis sieht sich als freiwilliger Zusammenschluss von Vereinen, Verbänden und ähnlichen Organisationen. Die Mitgliedsorganisationen treffen hierbei unter gemeinsamen Namen auf und arbeiten auf vertrauensvoller Basis zusammen. Beitreten kann jede organisierte Vereinigung oder Verband, sofern deren Arbeitsschwerpunkt im Bereich der Jugendarbeit liegt. Ebenso dürfen Einzelpersonen Mitglied im Jugendbündnis werden. Der Jugendbeirat der Stadt sieht sich innerhalb des Bündnisses als Koordinator. Und eben dieser Jugendbeirat war Thema der Diskussion.

"Das Ganze klingt wie ein Hilferuf vom Jugendbeirat. Mit der Gründung des Bündnisses verliert der Beirat an Gewicht und schafft sich damit ab", merkte Julia Albert, stellvertretende Vorsitzende der Jungen Union (JU) im Stadtverband Neunkirchen , an. Die Vorsitzende des Jugendbeirats, Fabienne Eli, entgegnete, dass das Gegenteil der Fall sei. "Mit der Gründung eines Jugendbündnisses wird der Jugendbeirat in seiner Arbeit gestärkt. Wir haben dadurch viel mehr Möglichkeiten, Jugendarbeit zu leisten." Das Bündnis solle außerdem dazu dienen, Verbindungen zwischen den teilnehmenden Vereinen und Verbänden herzustellen, so Eli.

Schlussendlich beteiligte sich an der Gründung des Bündnisses neben dem Jugendbeirat und den Vereinen SV Furpach und RC Mistral Neunkirchen die Messdienerjugend der Katholischen Kirchengemeinde St. Josef St. Johannes, das JUZ Neunkirchen , das Haus am See Wiebelskirchen, die Jusos Neunkirchen sowie die Streetworker der Stadt. Der Beigeordnete Sören Meng sicherte zudem die Unterstützung durch die Stadtverwaltung zu. In den nächsten Wochen und Monaten sollen jetzt Vorschläge zur Verbesserung der Situation für Jugendliche in Neunkirchen gesammelt und neue Mitglieder für das Bündnis gefunden werden.