Neunkirchen kontert in Sachen Globus: „Alles läuft korrekt“

Neunkirchen kontert in Sachen Globus: „Alles läuft korrekt“

Die Stadt Neunkirchen hat sich in Bezug auf die eventuelle Globus-Ansiedlung auf einem Grundstück, das noch zum Bereich des Zweckverbandes Landschaft der Industriekultur (LIK Nord) gehört, ordnungsgemäß verhalten.

Darauf weist die Pressestelle der Stadt hin und zeigt sich verwundert über Äußerungen des Illinger Bürgermeisters Armin König zu dieser Sache in der Saarbrücker Zeitung. Die von König angesprochenen Unterlagen seien Gegenstand einer Vorprüfung für ein eventuelles Raumordnungsverfahren, mehr noch nicht. Sie wurden an das Land, welches zuständig ist, gesendet und nicht an LIK Nord, da der Verband eben nicht zuständig ist. "Herr des Verfahrens" ist das Innerministerium. LIK Nord habe bei der Stadt aber auch zu keinem Zeitpunkt Unterlagen angefragt. Klar sei, dass die Firma Globus ihre Vorstellungen in der kommenden, noch nicht terminierten Verbandsversammlung präsentieren möchte.

Bei der Stadt sei man überrascht, dass sich König als Verbandsvorsteher zu Wort melde, obwohl er dieses Amt gar nicht mehr innehabe. "Seine Amtszeit ist seit September abgelaufen und eine Verlängerung der Amtszeit bis zur Neuwahl ist nach der Satzung des LIK Nord nicht vorgesehen", heißt es in der Stellungnahme der Stadt.

Auch Globus zeigt sich von Königs Ausführungen "sehr überrascht". Der bei Globus für das Bauwesen zuständige Geschäftsführer Rainer Muck weist darauf hin, dass das Unternehmen wiederholt den Austausch mit LIK Nord und Illingens Verwaltungschef gesucht habe und auch weiter anbieten werde. Daher könne man die Äußerungen "in keiner Weise nachvollziehen".

Folgende Unterlagen wurden laut Stadt bei der Landesplanung eingereicht: eine faunistische Bestandserhebung mit Biotopkartierung, eine Auswirkungsanalyse des SB-Warenhauses, eine Standort-Alternativenprüfung, das Einzelhandelskonzept der Kreisstadt und eine gutachterliche Stellungnahme zu Kompensationsmaßnahmen. Für das angestrebte Raumordnungsverfahren werden zwölf bis 18 Monate veranschlagt. Die Planung sei aber bereits im Gange. Als nächstes soll die Ausgliederung des Gebietes bei der LIK Nord beantragt werden.

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