Neue Werkstatt für Lebenshelfer

Pro Jahr legen die Fahrzeuge der Neunkircher Lebenshilfe weit mehr als über eine Million Kilometer in den Landkreisen Neunkirchen und St. Wendel zurück. Jetzt übernimmt die FS/N GmbH die Wartung.

Das Lebenshilfewerk im Kreis Neunkirchen und das Werkstattzentrum für behinderte Menschen der Lebenshilfe (WZB) werden künftig ihre 135 Fahrzeuge bei der Fahrzeugservice Neunkirchen GmbH (FS/N GmbH), der größten Omnibuswerkstatt des Saarlandes, warten lassen. Bei der FS/N GmbH handelt es sich um eine 2006 gegründete Werkstattgesellschaft, an der die Neunkircher Verkehrs GmbH maßgeblich beteiligt ist.

"Die Verträge sind für fünf Jahre unterschrieben", informierte Thomas Latz, Geschäftsführer des Lebenshilfewerks im Kreis Neunkirchen gGmbH und des WZB. Die Lebenshilfe habe ihre Fahrzeuge in der Vergangenheit in Eigenregie, das WZB in einer privaten Autowerkstatt warten lassen. Nachdem der Werkstattmeister der Lebenshilfe in den Ruhestand versetzt worden sei, habe man sich entschieden, diese Dienstleistung künftig extern einzukaufen. Bei der Ausschreibung sei die FS/N GmbH nicht nur der günstigste Bieter gewesen, sondern habe auch beim Service überzeugt. "Die Wartungsverträge mit Lebenshilfe und WZB stärken die Werkstatt und tragen zur Sicherung der Arbeitsplätze bei", unterstrich Pascal Koch, Geschäftsführer der NVG und der FS/N GmbH. Um das gestiegene Auftragsvolumen zu bewältigen, werde die FS/N GmbH rund 170 000 Euro in zwei neue Hallen mit der entsprechenden Ausrüstung investieren.

Moderne Hebebühnen erlauben den Mechanikern, im Stehen zu arbeiten, was für die Beschäftigten nicht nur gesünder und angenehmer ist, sondern auch ein schnelleres Arbeiten ermöglicht.

"Die 65 Fahrzeuge der Lebenshilfe Neunkirchen legen pro Jahr weit mehr als eine Million Kilometer in den Landkreisen Neunkirchen und St. Wendel zurück", informierte Silvia Schaum, die Leiterin des Fahrdienstes bei der Lebenshilfe Neunkirchen , für die insgesamt 63 Fahrer und 49 Begleitpersonen im Einsatz sind.

"Die Zusammenarbeit mit der FSN GmbH läuft gut", erklärten Silvia Schaum, Nasat Karaca und Michael Schepp übereinstimmend. Hier werde von Reparaturen über TÜV , Sicherheitsprüfungen bis hin zum Betanken der Dieselfahrzeuge Service aus einer Hand geboten. Man könne sich vorstellen, künftig noch enger zusammen zu arbeiten, sagten Thomas Latz und Pascal Koch. Es sei etwa denkbar, dass in naher Zukunft auch ein Mensch mit Behinderung als Integrationsmitarbeiter eingesetzt werde, erklärte Koch.

Schon jetzt pflegt eine Gartengruppe des WZB die kompletten Grünschnitt-Anlagen des NVG. Latz und Koch schlossen auf lange Sicht eine gesellschaftsrechtliche Beteiligung von WZB oder Lebenshilfe an der FS/N GmbH nicht aus.