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Neue Herausforderung in der Seelsorge

Neue Herausforderung in der Seelsorge

Weniger Verwaltung, dafür mehr Zeit für seine eigentliche Aufgabe, die Seelsorge, wünscht sich Pfarrer Stephan Gerber an seiner neuen Stelle. Bis ein Nachfolger gefunden ist, werden Gemeindereferentin Claudia Busch und Kooperator Markus Krastl Ansprechpartner sein.

Nach zehn Jahren und acht Monaten als Seelsorger wird Pfarrer Stephan Gerber Ende August die Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit verlassen und eine andere Aufgabe im Bistum Trier übernehmen. Welche Aufgabe das sein wird, steht aber noch nicht fest. Dazu erklärt der 54-Jährige: "Es gibt mehrere Optionen, die sich aber wahrscheinlich erst im Herbst klären werden. Hierzu gibt es seit Längerem Gespräche und Verhandlungen mit der Personalabteilung des Bistums." Möglich sei die erneute Übernahme einer Pfarrei oder auch eine Tätigkeit als Krankenhausseelsorger.

Als wesentlichen Grund für seine Entscheidung nennt Gerber den persönlichen Wunsch nach einer Veränderung und einer neuen Herausforderung. Er meint: "Mit fast 55 Jahren muss man sich fragen, ob man nicht noch einmal neu durchstartet." Er habe diese Frage für sich positiv beantwortet, sagt Gerber und fährt fort: "Von der eigenen Lebensplanung her ist das jetzt der richtige Zeitpunkt. Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass man nach über zehn Jahren in einer Pfarrei einen Wechsel vornimmt."

Aber Stephan Gerber nennt noch ein weiteres Motiv: "Die Verwaltungstätigkeiten und die Verantwortung für Renovierungsarbeiten in den Immobilien nehmen immer mehr Raum ein. Für die eigentliche Seelsorge , für die man angetreten ist, bleibt leider immer weniger Zeit." Der gebürtige Merchweiler hat am ersten Advent 2004 die Nachfolge von Pfarrer Peter Diederich angetreten und war zuständig für die damals eigenständigen Pfarreien Wiebelskirchen , Hangard und Münchwies, die später zu einer Seelsorgeeinheit zusammengefasst wurden und seit 2012 eine Großpfarrei bilden.

Seine Stelle als leitender Pfarrer der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit ist zum 1. September neu ausgeschrieben, Gerber geht aber davon aus, dass sich die Vakanz mindestens ein Jahr hinziehen wird. Bis ein Nachfolger gefunden ist, wird es in Absprache mit Dechant Olaf Harig eine Übergangslösung geben. Für alle pastoralen Aufgaben wird Gemeindereferentin Claudia Busch Ansprechpartnerin sein, für alle Verwaltungsaufgaben wird Kooperator Markus Krastl aus Spiesen-Elversberg zuständig sein.

Am 6. September wird Pfarrer Stephan Gerber seine letzte Messe in der Dreifaltigkeitskirche halten, im Anschluss findet in der Aula der Maximilian-Kolbe-Schule die offizielle Verabschiedung statt.

Zum Schluss des Gesprächs macht Pfarrer Stephan Gerber noch einmal deutlich, dass es durchaus Normalität ist, wenn ein katholischer Geistlicher in eine andere Pfarrei wechselt. Er fügt aber hinzu: "Nur für die Wiebelskircher ist das eine Neuheit, weil alle bisherigen Seelsorger bis zum ihrem Ruhestand oder gar ihrem Tod hier tätig waren."