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Neue Bauplätze für junge Familien

Neue Bauplätze für junge Familien

Neunkirchen. In "Munklerswies" war gestern Vormittag ein einsamer Bagger am Werk. Er schüttete einen kleinen Berg mit Erde auf, dann musste sein Motor ruhen. Denn es war an der Zeit für den symbolischen Spatenstich. "Im Altseiterstal" sollen neue Baugrundstücke entstehen

Neunkirchen. In "Munklerswies" war gestern Vormittag ein einsamer Bagger am Werk. Er schüttete einen kleinen Berg mit Erde auf, dann musste sein Motor ruhen. Denn es war an der Zeit für den symbolischen Spatenstich. "Im Altseiterstal" sollen neue Baugrundstücke entstehen. Im Bereich zwischen "Biotopweg" und "Ellenfeldstadion" ist Platz für 16 neue Baugrundstücke mit einer Größe zwischen 450 und 800 Quadratmetern. Ein weiteres Neubaugebiet obwohl in der Innenstadt Häuser leer stehen - dieser Gedanke mag dem ein oder anderen durch den Kopf schießen. Oberbürgermeister Jürgen Fried hatte gestern Argumente für das Neubaugebiet parat: "In der zweitgrößten Stadt im Saarland muss es immer auch ein Neubaugebiet geben." Das ändere nichts daran, dass die Stadt auch bemüht sei, neue Mieter für die Leerstände in der City zu finden. Erst vor Kurzem wurde das Programm "Jung für Alt" ins Leben gerufen. Junge Menschen, die sich für den Kauf eines älteren Gebäudes entscheiden, sollen eine kleine Finanzspritze aus der Stadtkasse erhalten."Im Altseiterstal" möchte die Kreisstadt vor allem junge Familien ansiedeln. "Neunkirchen hat viel zu bieten: Infrastruktur, ein gutes Bildungs- und Betreuungsangebot.", zählte Frie d die Vorzüge seiner Stadt auf, in der es sich gut leben und arbeiten ließe. Der passende Slogan dazu, war schnell gefunden. "In der Zweiten wohnt man besser", sagte Fried lächelnd.

Da es bereits die ersten Interessenten für Baugrundstücke gibt, soll die Erschließung rasch vorangehen. Bis September will man mit den Arbeiten fertig sein. Die Gesamtkosten werden zwischen 440 000 und 500 000 Euro liegen. Die bauliche Umsetzung erfolgt über das Abwasserwerk Neunkirchen. "Weil es sich abzeichnet, dass es recht schnell zur Bebauung kommt, erfolgt auch gleich der Endausbau der Straßen mit Pflasterbelag", erklärte Jörg Wilhelm, Leiter des Abwasserwerkes anhand von Plänen. Im Norden gäbe es auch noch Möglichkeiten zur Erweiterung des Neubaugebietes.

Jörg Aumann, der selbst in Kürze ins Altseiterstal zieht, zeigte sich begeistert von den künftigen Baugrundstücken: "Wäre dieser Bereich hier früher erschlossen worden, hätte ich wohl hier ein Grundstück gekauft." Man sei von hier aus zu Fuß schnell in der Innenstadt, habe den Autobahnanschluss um die Ecke und können trotzdem ganz ruhig wohnen. "Es ist ein schönes Viertel", so Aumann.

Interessenten für Baugrundstücke können sich mit Bernd Spengler in Verbindung setzen. Telefon: (0 68 21) 20 25 10.